Pandemie hält die Welt in Atem

Corona-TICKER - Das waren die Meldungen vom 9. Mai

10. Mai 2020 - 8:29 Uhr

Deutschland macht wieder auf

Nach Gottesdiensten, Zoos und Friseuren sollen in den kommenden Wochen viele weitere Bereiche des Alltags gelockert werden. Welche genau, das entscheidet künftig jedes Bundesland selbst. Denn Kanzlerin Angela Merkel hat die Entscheidung über Lockerungen weitgehend des Ministerpräsidenten überlassen. "Die ganze Bundesrepublik ist aufgebaut auf Vertrauen", sagte sie. Den Bürgern wird also wieder mehr Eigenverantwortung im Umgang mit der Pandemie zugetraut. Lesen Sie hier, was nun in ihrem Bundesland gilt.

Alle Infos zum Coronavirus können sie hier nachlesen.​

TVNOW-Doku: Was wir aus der Krise lernen

Welche Lehren können wir aus der bisher größten Krise der Nachkriegszeit ziehen? Wir haben mit Experten gesprochen. War der Staat zu inkonsequent? Wurden die Schulen zu schnell geschlossen? Was tun gegen das Hamsterchaos? Und was ist der tatsächliche Grund, dass tausende Urlauber auf der ganzen Welt gestrandet sind? Sehen Sie hierzu die TVNOW-Doku: "Was wir aus der Krise lernen".

+++ LIVE-TICKER +++

22:00 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote  Genesene
USA 1.298.117 78.084 198.993
Spanien 222.857 26.299 131.148
Italien 218.268 30.395 103.031
Großbritannien 216.525 31.662 1.001
Russland 198.676 1.827 31.916
Frankreich 176.781 26.313 56.148
Deutschland 171.021 7.525 143.300
Weltweit 3.996.177 277.692 1.348.288

Bundesweit sind bis Samstagabend laut Johns Hopkins Universität mehr als 171.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Mindestens 7.532 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit. Etwa 143.300 Menschen haben die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstag bei 1,10 (Datenstand 9.5. 0:00 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als eine andere Person ansteckt. Damit ist der Wert über die vom RKI als kritisch eingestufte Marke von 1,0 gestiegen. Das Institut hat immer wieder betont, die Reproduktionszahl müsse unter 1 liegen, um die Epidemie abflauen zu lassen. Am Donnerstag gab das RKI den Wert noch mit 0,71 an, am Mittwoch mit 0,65. Die Reproduktionszahl ist mit einer gewissen Unsicherheit behaftet.

21:51 Uhr - Rechtsextremer greift Presseteam in Dortmund an

Ein Rechtsextremer hat laut Polizei am Samstag ein Presseteam in Dortmund angegriffen. Der Mann habe gegen die Kamera der Journalisten geschlagen und eine Person leicht verletzt, teilte die Polizei mit. Der 23-Jährige kam in Polizeigewahrsam. Zuvor habe der Mann auf einer untersagten Versammlung auf dem Alten Markt einen Medienvertreter beleidigt.

Die Stadt Dortmund hatte die für den Samstagnachmittag angemeldete Demonstration gegen Corona-Einschränkungen aus infektionsschutzrechtlichen Gründen verboten. Dennoch erschienen der Polizei zufolge bis zu 150 Menschen, unter ihnen eine Gruppe polizeibekannter Rechtsextremer.

Für welches Medium die Journalisten unterwegs waren, teilte die Polizei nicht mit. In Berlin waren innerhalb weniger Tage am Rande von Corona-Protesten Vertreter von ARD und ZDF attackiert worden.

21:36 Uhr - Bischofskonferenz distanziert sich von Corona-Schreiben

Georg Bätzing
Die Bewertung der Corona-Pandemie durch die Deutsche Bischofskonferenz unterscheide sich grundlegend von dem gestern veröffentlichten Aufruf, erklärte Georg Bätzing.
© deutsche presse agentur

Die Deutsche Bischofskonferenz hat sich deutlich von einem Schreiben gegen die Corona-Beschränkungen distanziert, das auch von mehreren Bischöfen unterzeichnet worden ist. "Die Deutsche Bischofskonferenz kommentiert grundsätzlich keine Aufrufe einzelner Bischöfe außerhalb Deutschlands. Allerdings füge ich hinzu, dass sich die Bewertung der Corona-Pandemie durch die Deutsche Bischofskonferenz grundlegend von dem gestern veröffentlichten Aufruf unterscheidet", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, der Deutschen Presse-Agentur.

In dem Schreiben mit dem Titel "Ein Aufruf für die Kirche und für die Welt - an Katholiken und alle Menschen guten Willens" werden die Corona-Maßnahmen scharf kritisiert. "Es sind Tatsachen, dass unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie in vielen Fällen unveräußerliche Rechte der Bürger verletzt und ihre Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt eingeschränkt wurden, einschließlich des Rechts auf Religionsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Freizügigkeit", heißt es unter anderem. Und weiter: Man habe Grund zu der Annahme, "dass es Kräfte gibt, die daran interessiert sind, in der Bevölkerung Panik zu erzeugen".

21:11 Uhr - Frankreich verlängert Gesundheitsnotstand

Frankreichs Parlament hat endgültig der Verlängerung des Ausnahmezustands im Gesundheitsbereich zugestimmt. Die Nationalversammlung votierte am Samstagabend für eine Verlängerung bis zum 10. Juli. Am Nachmittag hatte der von der Opposition dominierte Senat zugestimmt. Die Abgeordneten und Senatoren hatten sich zuvor auf einen Kompromiss geeinigt.

Der Ausnahmezustand im Gesundheitsbereich war Ende März ausgerufen worden und zunächst auf zwei Monate befristet. Die Regierung hat mit dem Notstand die Möglichkeit, Beschlüsse schnell per Dekret umzusetzen. Mit dem Gesetz soll auch der Fahrplan der Regierung zur schrittweisen Lockerung der strengen Corona-Maßnahmen ab kommendem Montag rechtlich abgesichert werden.

20:20 Uhr - Deutsche Ansteckungsrate springt auf mehr als 1

Die Ansteckungsrate beim neuen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder über die kritische Marke 1 gestiegen. Die sogenannte Reproduktionszahl liege mit Datenbestand 9. Mai 0:00 bei 1,10, wie das RKI in einem am Samstagabend veröffentlichen Situationsbericht schreibt. Der Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Das RKI hat immer wieder betont, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsse die Reproduktionszahl unter 1 liegen.

Am Mittwoch hatte das RKI den Wert noch mit 0,65 angegeben. Seitdem war die Reproduktionszahl stetig gestiegen.

19:55 Uhr - Zwei neue Corona-Fälle: Team von Dynamo Dresden in Quarantäne

Nach zwei weitere positiven Corona-Fällen ist die komplette Mannschaft des Fußball-Zweitligisten SG Dynamo Dresden unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Wie der Club aus Sachsen am Samstagabend auf seiner Homepage mitteilte, habe das für die SGD zuständige Gesundheitsamt in Dresden «nach einer intensiven Analyse der Situation noch am Samstag darüber entschieden».

Die Namen der betroffenen Spieler nannte der Verein mit Verweis auf die Privatsphäre nicht. Durch die Quarantäne-Maßnahme wird Dresden beim geplanten Neustart der ersten beiden Ligen in einer Woche nicht dabei sein können.

19:23 Uhr - Kammern und Minister appellieren an Firmen: Lehrlinge einstellen

Das schleswig-holsteinische Wirtschaftsministerium, die Industrie- und Handelskammern (IHK) und die Handwerkskammern haben an die Unternehmen appelliert, sich trotz und gerade in der Corona-Krise um Auszubildende zu bemühen.

"Dass das Ausbildungsjahr nicht pausiert, scheint in vielen Betrieben zurzeit coronabedingt aus dem Blickfeld zu geraten", teilte die IHK Schleswig-Holstein am Samstag mit. So habe das Handwerk Ende April im Vergleich zum Vorjahr zehn Prozent weniger neue Ausbildungsverhältnisse verzeichnet. Bei den Industrie- und Handelskammern sei das Minus noch größer. Seien bis Ende April 2019 noch 3.574 Verträge unterschrieben worden, seien es in diesem Jahr bislang nur 2.832.

18:55 Uhr - Zahl der neuen Virus-Fälle in Italien geht zurück

Italien meldet den dritten Tag in Folge weniger Virus-Tote. Zuletzt habe es 194 neue Todesfälle gegeben, teilt die Zivilschutzbehörde mit. Am Freitag waren es 243 gewesen, am Donnerstag 274. Insgesamt beträgt die Zahl der offiziell mit Covid-19 in Verbindung gebrachten Toten damit nun 30.395. Die Zahl der Neuinfektionen sank von 1327 am Freitag auf nun 1083. Insgesamt sind damit 218.286 Ansteckungen registriert.

18:32 Uhr - Genesener Corona-Patient freut sich auf italienischen Kaffee

Claudio Facoetti, a 65-year-old man from the northern Italian city of Bergamo, near Milan, holds a T-shirt signed by the intensive care nurses of the Saint Josef university clinic after he recovered within six weeks from the coronavirus disease (COVI
Bevor Facoetti heim flog, schenkten ihm die Intensiv-Pfleger ein T-Shirt mit ihren Unterschriften.
© REUTERS, WOLFGANG RATTAY, WR/

Sechs Wochen lag der schwer an Covid-19 erkrankte Italiener Claudio Facoetti im Krankenhaus in Bochum - am Samstag konnte der 65-Jährige das Universitätsklinikum St. Josef-Hospital verlassen. Er habe kaum Worte dafür, wie dankbar er der Bochumer Klinik sei, sagte Facoetti bei seiner Verabschiedung. Jetzt freue er sich aber doch auf Italien und den "besseren Kaffee" dort.

Bevor Facoetti heim flog, schenkten ihm die Intensiv-Pfleger ein T-Shirt mit ihren Unterschriften. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nahm an der Verabschiedung teil. Es sei "außerordentlich schön zu sehen, dass ein Patient, der in einem so geschwächten Zustand gekommen war, jetzt stabil und gesund wieder nach Hause kann", sagte er. Dass die Rückkehr Facoettis auf den Europatag falle, untermauere die "europäische Solidarität".

18:12 Uhr - Corona-Testzentrum soll im Straßburger Europaparlament eröffnen

Im Europäischen Parlament in Straßburg soll ab Montag ein neues Corona-Testzentrum seine Türe öffnen. Es werde eine Kapazität von 2.000 Personen pro Tag haben, teilten die zuständige Präfektur, die Stadt, die Gesundheitsbehörde und das Parlament am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Im Louise-Weiss-Gebäude soll kostenlos ein Areal für das Screening-Zentrum zur Verfügung gestellt werden, Einwohner aus dem Département Bas-Rhin und insbesondere aus Straßburg sollen sich dort testen lassen können. Nur Menschen ohne Symptome, die als Kontaktfälle identifiziert worden, sollen sich dort auf eine ärztliche Verschreibung hin und nach Terminvereinbarung einfinden können. Partnerlabors seien für die Entnahmen der Proben zuständig. Die Region Grand-Est an der Grenze zu Deutschland ist von der Coronavirus besonders heftig getroffen.

17:59 Uhr - Ins Restaurant nur bei Angabe von Namen und Telefonnummer

Wer in Niedersachsen nach der Wiedereröffnung ein Restaurant oder Café besuchen will, muss dort Namen und Telefonnummer hinterlegen. Das geht aus der überarbeiteten Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hervor, die das Sozialministerium am Samstag in Hannover veröffentlichte. Die Lockerungen im Einzelhandel, im Tourismus, in Teilen der Gastronomie, in der Kita-Betreuung und in Schulen treten am Montag in Kraft und gelten vorerst bis zum 27. Mai.

Für einen Besuch im Restaurant, Café oder Biergarten sei keine Reservierung erforderlich, erläuterte das Ministerium. Sie werde aber dringend empfohlen. Zwingend sei, dass jeder Gast als Kontaktdaten seinen Namen, Vornamen und eine Telefonnummer angibt. So sollen mögliche Infektionsketten später zurückverfolgt werden.

17:17 Uhr - Proteste gegen Corona-Beschränkungen im Saarland

In mehreren Städten des Saarlands haben am Samstag Demonstrationen gegen die Corona-Regeln von Bund und Ländern stattgefunden. Nach Polizeiangaben nahmen daran mehrere Hundert Menschen teil. Allein in Saarbrücken seien etwa 400 Menschen friedlich zusammengekommen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Ihr zufolge demonstrierten in St. Wendel etwa 140 Frauen und Männer.

Neben diesen Aktionen gab es auch Versammlungen am Grenzübergang zu Frankreich in Kleinblittersdorf sowie im luxemburgischen Schengen. Wie die Polizeisprecherin sagte, demonstrierten an beiden Grenzorten jeweils 40 Menschen friedlich für eine gemeinsame Linie in der Europäischen Union. Insgesamt hätten sich die Demonstranten so gut wie möglich an geltende Vorgaben, etwa die Abstandsregeln, gehalten.

16:55 Uhr - Frankreich will bessere Zusammenarbeit bei Gesundheit in Europa

Frankreich fordert angesichts der Coronavirus-Krise künftig eine bessere Zusammenarbeit in Europa im Bereich Gesundheit. "Wir werden dafür sorgen müssen, dass das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten in der Lage ist, beim ersten Anzeichen von Gefahr Alarm zu schlagen, strategische Vorräte an Gesundheitsprodukten und -geräten anzulegen, unsere Forschungsanstrengungen zu bündeln und die Verbindungen zwischen unseren Krankenhausdiensten zu stärken", hieß es am Samstag anlässlich des Europatages in einer gemeinsamen Mitteilung von Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian und Europaministerin Amélie de Montchalin.

16:45 Uhr - Weitere „Mein-Schiff“-Crewmitglieder treten Heimreise an

Weitere 164 ausländische Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 3" in Cuxhaven haben am Samstag die Heimreise angetreten. Dazu zählten 83 Menschen aus Tunesien und 69 aus der Türkei, wie Tui Cruises und der Landkreis Cuxhaven mitteilten. "Das hat alles gut geklappt", sagte eine Sprecherin des Reiseveranstalters. Von den anfangs etwa 2.900 Crewmitgliedern an Bord hatten die ersten 190 den Ozeanriesen am Freitag verlassen und waren mit Bussen zum Flughafen nach Hamburg gebracht worden.

16:05 Uhr - Erneut Tausende bei Demo gegen Corona-Regeln in Stuttgart

Einem erneuten Demonstrationsaufruf gegen die Coronavirus-Beschränkungen sind am Samstag in Stuttgart mehrere Tausend Menschen gefolgt. Die Polizei verzeichnete auf dem Demonstrationsgelände einen regen Zustrom an Menschen, sagte ein Polizeisprecher. Es sei ziemlich voll geworden. Eine genaue Teilnehmerzahl konnte die Polizei zunächst nicht nennen. Die Polizei achtete auf die Einhaltung des Infektionsschutzes und des geforderten Abstands. Größere Probleme habe es nicht gegeben. Die Vorgaben seien meist eingehalten worden, es sei friedlich geblieben.

Für die als überparteilich bezeichnete Demo auf dem Cannstatter Wasen hatte der Initiator Michael Ballweg ursprünglich 50 000 Teilnehmer angemeldet. Dem schob aber die Stadt Stuttgart einen Riegel vor: Ballweg erhielt die Auflage, die Versammlung auf 10 000 Teilnehmer zu begrenzen.

15:58 Uhr - Corona-Regeln nicht eingehalten - Festnahmen bei Demo vor Reichstag

Wegen der Nichteinhaltung von Regeln zur Corona-Eindämmung hat die Polizei bei einer Demonstration vor dem Berliner Reichstagsgebäude am Samstag etwa 30 Menschen festgenommen. Dabei ging es vor allem um die Feststellung der Personalien, weil trotz der Ansage der Polizei zu viele Menschen auf dem Platz vor dem Reichstag waren oder der Mindestabstand nicht eingehalten wurde. Nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen protestierten die Menschen, darunter auch Verschwörungstheoretiker, bei der angemeldeten Kundgebung unter anderem gegen Einschränkungen zum Schutz von Coronainfektionen.

Die Polizei war mit 100 Beamten vor Ort. Insgesamt sind nach Angaben einer Sprecherin 1000 Einsatzkräfte in der ganzen Stadt unterwegs. 400 Beamte kontrollierten rund um den Rosa-Luxemburg-Platz an der Volksbühne. Dort fanden am Nachmittag zwei Demonstrationen statt, bei denen es laut Polizei keine Zwischenfälle gab.

15:50 Uhr - Färöer-Inseln erklären sich frei von Corona

Die zum dänischen Königreich gehörenden Färöer-Inseln sind offiziell coronafrei. Es gebe keine aktiven Fälle mehr, teilte die Regierung am Samstag mit. Die insgesamt 187 mit dem Coronavirus infizierten Menschen seien allesamt genesen. Todesfälle in Verbindung mit dem Virus hatte es auf der Inselgruppe im Nordatlantik nicht gegeben.

14:48 Uhr - Giorgio Armani: Weniger Tempo, mehr bleibende Werte sind gefragt

ARCHIV - 26.10.2018, Italien, Rom: Der italienische Modedesigner Giorgio Armani kommt zur Premiere des Films "La Grande Guerra" auf dem 13. Filmfestival in Rom. (zu dpa Giorgio Armani: Weniger Tempo, mehr bleibende Werte sind gefragt) Foto: Claudio O
„Und ich denke nicht nur an die Werte, die mit dem Familienleben verbunden sind, sondern auch an Höheres wie Mut, Solidarität und Opferbereitschaft“. so Giorgio Armani.
© dpa, Claudio Onorati, bsc

Der Modemacher Giorgio Armani geht davon aus, dass die Corona-Krise das Denken vieler Menschen nachhaltig ändern wird. Nicht nur in der Mode, sondern auch in anderen Bereichen erwarte er eine Umkehr, sagte der 85-jährige Italiener der Zeitung "La Stampa" am Samstag. Weniger Tempo, mehr Qualität und Tiefe, das sei die Richtung. "Und ich denke nicht nur an die Werte, die mit dem Familienleben verbunden sind, sondern auch an Höheres wie Mut, Solidarität und Opferbereitschaft." Italien habe sich hier während der Pandemie von seiner besten Seite gezeigt.

Armani hatte diese Woche angekündigt, dass er mit seiner Couture-Schau Paris den Rücken kehren will. Stattdessen wolle er die anspruchsvollen Kreationen der Linie Armani Privé im Januar 2021 in Mailand an seinem Sitz im Palazzo Orsini zeigen.

14:13 Uhr - Zahl der neugemeldeten Corona-Toten in Iran sinkt

Im Iran ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Teheran die Zahl der neugemeldeten Corona-Toten weiter gesunken. In den letzten 24 Stunden lag sie bei unter 50, sagte Ministeriumsprecher Kianusch Dschahanpur.

Zwar gab es im gleichen Zeitraum 1.520 Neuinfizierte, aber die meisten von ihnen brauchten nicht in Krankenhäuser eingeliefert werden, so der Sprecher im Staatsfernsehen. Außerdem hätten bis jetzt mehr als 85.000 Patienten die Krankenhäuser als geheilt verlassen können.

11:39 Uhr - Großbritannien: Quarantäne für Reisende

Die britische Regierung plant Medienberichten zufolge die Einführung einer zweiwöchigen Quarantäne für Reisende, die nach Großbritannien kommen. Das berichteten unter anderem die "Times" und die BBC. Die BBC berief sich dabei auf ungenannte Quellen bei britischen Fluggesellschaften. Premierminister Boris Johnson wolle die Maßnahme am Sonntagabend ankündigen, so die Berichte. Damit solle eine zweite Welle Coronavirus-Infektionen in dem Land verhindert werden. Das Innenministerium war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

10:57 Uhr - Bundestag wieder im normalen Rhythmus

 Berlin, Plenarsitzung im Bundestag Deutschland, Berlin - 07.05.2020: Im Bild ist der Plenarsaal vor der Befragung der Bundesregierung im deutschen Bundestag zu sehen. Berlin Bundestag Berlin Deutschland *** Berlin, Plenary Session in the Bundestag G
Berlin, Plenarsitzung im Bundestag Deutschland, Berlin - 07.05.2020: Im Bild ist der Plenarsaal vor der Befragung der B
© imago images/Christian Spicker, Christian Spicker via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise will der Deutsche Bundestag in der kommenden Woche wieder zu seinem normalen Rhythmus zurückkehren und volle drei Tage beraten. Das geht aus der veröffentlichten vorläufigen Tagesordnung hervor. Die Sitzung beginnt am Mittwoch um 13.00 Uhr mit der Regierungsbefragung, zu der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommen soll. Auf der zwischen den Fraktionen noch umstrittenen Tagesordnung stehen zahlreiche Punkte im Zusammenhang mit der Corona-Krise sowie Entscheidungen über mehrere Auslandseinsätze der Bundeswehr. 

09:09 Uhr - Pence-Sprecherin Katie Miller infiziert

Nach einem Mitarbeiter von US-Präsident Donald Trump ist nun auch die Pressesprecherin von Vizepräsident Mike Pence mit dem Coronavirus infiziert. Es gehe ihr gut und sie freue sich, bald wieder zurück zur Arbeit zu kommen, twittert Sprecherin Katie Miller. Miller, die mit Trumps einflussreichem Berater Stephen Miller verheiratet ist, war zuletzt auch in Kontakt mit dem Vizepräsidenten, Journalisten und ranghohen Beamten gewesen.

08:19 Uhr - Ironaman Hawaii wohl im Februar

Sport Bilder des Tages October 13, 2018 - Kailua-Kona, Hawaii, U.S. - Age-group male swim race for the Ironman World Championships. Ironman World Championships 2018 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMA Cha 20181013_mda_r302_795 Copyright: xRonitxFa
Sport Bilder des Tages October 13 2018 Kailua Kona Hawaii U S Age group male swim race for t
© imago/ZUMA Press, Ronit Fahl, imago sportfotodienst

Eine Entscheidung über die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii soll bald fallen. Kommunikations-Direktor Dan Berglund teilte mit, dass Ironman diese bis Mitte des Monats treffen wolle. Die WM über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen war eigentlich für den 10. Oktober geplant. 

Durch die Coronavirus-Pandemie steht dahinter aber ein großes Fragezeichen. Geschäftsführer Andrew Messick erklärte bereits, dass eine Verschiebung möglich ist. Denkbar ist eine Neuansetzung für Februar kommenden Jahres.

08:07 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Tote Genesene
USA 1.283.929 77.180 198.993
Spanien 222.857 26.299 131.148
Italien 217.185 30.201 99.023
Großbrtiannen 212.629 31.316 998
Russland 187.159 1.723 26.608
Frankreich 176.202 26.233 55.892
Deutschland 170.588 7.510 143.300
weltweit 3.939.348 274.934 1.323.960

Alle Meldungen vom 8. Mai 2020

+++ Hier können Sie alle Meldungen und Entwicklungen vom 8. Mai nochmal nachlesen +++