Explosion bei Energiepreisen

Klingbeil: "Das treibt uns in der Tat um"

13. Oktober 2021 - 10:35 Uhr

Klingbeil betont SPD-Vorschlag: "EEG-Umlage bis 2025 abschaffen"

Die Preise für Benzin und Heizöl kennen gerade nur einen Weg: nach oben. Aus der Politik kommt allerdings erstaunlich wenig zu dem Thema. Dabei müssen viele Bürgerinnen und Bürger gerade richtig tief in die Tasche greifen.

Der Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil, hat nun in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv (im Video) aber zugegeben: "Das ist etwas, was uns in der Tat umtreibt."

Klingbeil wiederholte den "sehr konkreten Vorschlag" der SPD, die EEG-Umlage bis 2025 abzuschaffen. Dies entlaste Bürgerinnen und Bürger und "würde beim zunehmenden Preisdruck für Entlastung zu sorgen", so der SPD-Politiker. Klingbeil betonte zudem, dass sich an der Position der SPD nichts verändert habe, dass man in Zukunft aufpassen müsse, "wie der CO2-Preis sich entwickelt."

Zwar müsse die nächste Bundesregierung "einen ambitionierten Klimaschutz" betreiben, allerdings müsse man die Menschen in dem Transformationsprozess auch mitnehmen. Klingbeil sagte, dass man aufpassen müsse, dass Menschen "die wenig Einkommen haben, nicht nachher sagen, dass sie da nicht mehr mitkommen."

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Lars Klingbeil: "Wir wollen zügig fertig werden"

Der Generalsekretär der SPD zeigte sich zudem vorsichtig optimistisch, dass SPD, Grüne und FDP bald in Koalitionsgespräche eintreten könnten. Klingbeil betonte, dass er "wahnsinnig viel Respekt" habe vor den nächsten Tagen und fügte hinzu: "Das ist keine einfache Aufgabe, aber das kann klappen, das kann gelingen."

In den vergangenen Tagen sei deutlich geworden, dass es ein "gemeinsames Verständnis" der sondierenden Parteien dafür gebe, dass Deutschland eine Regierung brauche, die "Zukunftsaufgaben" anpacke. Die Generalsekretäre von SPD, Grüne und FDP setzen heute ihre Gespräche über eine Regierungsbildung in kleinerem Kreis fort.

Auf die Frage, ob man es schaffen könne, bereits am Freitag Koalitionsgespräche zu verkünden, sagte Klingbeil: "Wir haben keinen Zeitdruck, aber natürlich ist klar: Wir wollen, dass es heute funktioniert und dass es morgen funktioniert in den Gesprächen der Generalsekretäre." Es sei nun der Anspruch, "zügig fertig zu werden." Freitag sei der nächste Zeitpunkt, an dem man wieder in großer Runde zusammenkomme: "Unser Anspruch ist es, dann etwas auf den Tisch zu legen", so Klingbeil.