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Krefeld: Patricia (60) hilft Obdachlosen und hilflosen Tierhaltern - jetzt braucht sie selbst Hilfe!

„Wir alle sind verzweifelt“

Patricia (60) hilft Obdachlosen und hilflosen Tierhaltern – jetzt braucht sie selbst Hilfe!

Obdachlosenhilfe braucht selbst Hilfe Wer kann helfen?

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von Madeline Jäger

„Sie bewegt in dieser Stadt so unfassbar viel und ist mit Herzblut dabei“, sagt eine Krefelderin, die sich bei RTL gemeldet hat, um einer besonderen Frau zu helfen. Patricia Krombach, die sie unterstützen will, ist seit Jahrzehnten in der Obdachlosenhilfe und bei der „Tiertafel Krefeld“ aktiv. „Ich kümmere mich um jeden, der Hilfe braucht. Seit 21 Jahren“, erklärt die engagierte Patricia Krombach (60) im RTL-Gespräch. Doch nun braucht sie selbst dringend Beistand! Denn die wichtige Lagerhalle, in der sie ständig viele Lebensmittel für die Bedürftigen lagert, wurde ihr gekündigt. Wer kann helfen?

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„Krefeld Homeless People“ benötigt dringend neue Lagerhalle – „Wir sind verzweifelt“

„In Krefeld bin ich die Obdachlosenhilfe! Ohne mich geht hier gar nichts. Als ich damals angefangen habe, war ich noch in einem Zeitungsbetrieb und habe nach der Nachtschicht mit der Obdachlosenhilfe angefangen. Für viele Menschen hier ist es die einzige warme Mahlzeit am Tag, die sie bei uns einnehmen“, sagt Patricia Krombach. Bei „Krefeld Homeless People“ übernimmt sie einen Großteil der Verantwortung.

„Ich habe auch Mithelfer, aber die stehen in Lohn und Brot und haben nicht so viel Zeit, um sich jetzt auch noch um eine neue Lagerhalle zu kümmern. Wir alle sind verzweifelt“, so Krombach. Am 8. Februar sei die Kündigung bei ihr eingegangen. Nach jetzigem Stand müssen die Obdachlosenhelfer damit bis Ende Mai eine neue Räumlichkeit finden. Das entspreche zwar nicht der sechsmonatigen Kündigungsfrist, auf die sie sich verlassen habe, aber dies sei das Datum auf dem letzten Schreiben ihres Vermieters. Nach Einschätzung von Rechtsexpertin Nicole Mutschke hat Patricia Krombach tatsächlich eine längere Frist bis 30. September, doch so oder so ist klar: Der Verein braucht eine neue Räumlichkeit.

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Krefeld: Immer mehr Menschen sind auf Hilfe angewiesen – „Armut ist hochgeschnellt“

„Wir sind kein eingetragener Verein, können deswegen keine Spendenquittungen ausstellen und auch nicht viel für den Raum zahlen. Beim künftigen Vermieter ist daher auch ein großes soziales Engagement gefragt“, betont die Krefelderin.

Die Zeit drängt, die 60-Jährige braucht die neue Lagerhalle so schnell wie möglich! Sonst steht die Zukunft für das Engagement von Krombach bald in den Sternen. Dabei seien in Krefeld immer mehr Menschen auf die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern angewiesen. Schon seit Wochen beobachtet der Verein größeres Interesse. Es kommen regelmäßig Geflüchtete aus der Ukraine , aber auch Bedürftige aus der „unteren Mittelschicht“, die nicht mehr wüssten, wie sie die Lebensmittel für ihre Familie bezahlen sollen.

„Mittlerweile stehen bei mir auch die Mutter mit drei Kindern, die nicht mehr weiß, wie sie die satt kriegen soll und die ältere Dame. Die Tiertafel wird jetzt auch sehr in Anspruch genommen. Die Armut ist hochgeschnellt. Wir müssen als Gesellschaft aufpassen, dass uns die untere Mittelschicht nicht wegbricht“, so Krombach.

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Auf dem Theaterplatz in Krefeld sei eigentlich der „Hotspot der Junkies“ doch selbst dort bemerkt die Helferin gerade bei der Lebensmittelausgabe regen Zulauf. Auch viele andere Menschen kommen wegen der Lebensmittel dorthin. „Früher hat sich da keiner hingetraut, jetzt verändert sich alles“, sagt Krombach. Gerade deswegen benötigt die Krefelderin besser heute als morgen einen neuen Lagerraum, um die dringend benötigten Lebensmittel dort weiterhin unterzubringen.

Sie haben eine Räumlichkeit für Patricia Krombach im Auge? Dann melden Sie sich gerne unter: live.krombach@gmail.com oder sprechen Sie auf den Anrufbeantworter: 0215-14114545.

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