Krabbeln, Greifen und Co.

Die motorische Entwicklung beim Baby

Im Laufe seiner motorischen Entwicklung erlernt das Baby das Robben, das Krabbeln und das Laufen. Wann es welchen Entwicklungsschritt nimmt und wie Sie die Wohnung kindersicher machen.
© iStockphoto

29. Juni 2020 - 12:14 Uhr

Wie sich die Motorik bei Babys entwickelt

Die Entwicklung der Motorik verläuft bei einem Großteil der Babys nach dem gleichen Muster. Deshalb sind Entwicklungstabellen oftmals aufschlussreich für interessierte Eltern. Generell lässt sich so ermitteln, dass Babys bis zum fünften Monat meist in der Lage sind, sich auf den Bauch oder Rücken zu drehen. Bis zum durchschnittlich achten Monat robben und krabbeln sie. Kurze Zeit später können die meisten Babys selbstständig sitzen. Laufen lernt ein Baby mit ungefähr einem Jahr. Es kommt allerdings immer wieder vor, dass Babys einen Schritt überspringen oder später wagen als andere.

Wenn das Baby krabbelt

Meist beginnen Babys zwischen dem sechsten und zehnten Lebensmonat mit dem Krabbeln. Endlich können sie so ihre Umwelt erkunden und sind nicht darauf angewiesen, getragen zu werden. Diese Mobilität macht Babys ausgeglichen und glücklich. Voraussetzung dafür, dass ein Baby robbt, sind starke Nacken- und Rückenmuskeln.

Babys sollten also in ihrem Bewegungsdrang unterstützt und auch gerne motiviert werden, denn die Fortbewegung auf Händen und Knien ist eine Herausforderung für die Balance. Doch auch der eigentliche Bewegungsablauf des Robbens oder Krabbelns ist eine Höchstleistung, da beide Gehirnhälften die Bewegungsabläufe miteinander verknüpfen und steuern müssen. 

Sicherheit für ein Baby, das krabbelt

Der Aktionsradius des Kindes vergrößert sich schlagartig, sobald ein Baby gelernt hat, sich auf allen Vieren fortzubewegen. Je nach Alter und Geschicklichkeit ist ein Baby ein wahrer Geschwindigkeitskünstler und erreicht schnell gefährliche Zonen. Deshalb sollte die Wohnung kindersicher sein, sobald ein Baby krabbelt.

Schon wenn es robbt, wird es Zeit, gefährliche Dinge aus dem Umfeld des Babys zu entfernen. Vasen sollten genauso entfernt werden wie scharfe Kanten an Türen und Regalen sowie spitze Gegenstände. Putzmittel, Toilettenartikel und Medikamente gehören sicher weggeschlossen. Ideal sind Schränke in einer Höhe, die das Kind nicht erreichen kann. Herabhängende Tischdecken sind ebenfalls zu vermeiden. 

Hilfsmittel für eine kindersichere Wohnung

Mittlerweile gibt es eine Menge praktischer Dinge, die Eltern beim Absichern der Wohnung helfen. Kantenschützer aus Silikon machen scharfe Ecken weich und schonen die Möbel. Türstopper verhindern das Zufallen von Türen und abschließbare Fenstergriffe sorgen für maximale Sicherheit. Auch Sperren für Schubladen und Schranktüren bewahren Babyfinger wirkungsvoll vor Schaden. Wackelige Lampen und Ziergegenstände sollten so aufgestellt werden, dass das Baby sie nicht erreichen kann.

Auch der Fernseher sollte entweder an der Wand befestigt werden oder zumindest nah an die Wand geschoben werden. Wackelige Möbel, die beim Hochziehen des Babys umfallen könnten, müssen gesichert werden.

Bauliche Hilfen für Babys Sicherheit

Wenn innerhalb der Wohnung Treppen sind, wird es Zeit für ein Treppenschutzgitter. So wird das Baby vor einem Sturz in die Tiefe geschützt. Auch gefährliche Räume wie ein Arbeitszimmer oder eine Werkstatt lassen sich mit einem solchen Türgitter schützen. Für Herdplatten gibt es Schutzgitter, die heiße Platten vor dem Zugriff des Babys schützen.

Auch Blindstopfen und Kindersicherungen für erreichbare Steckdosen sind sinnvoll. Laufgitter sind für Eltern eine Wohltat, wenn sie das Baby nicht ständig im Auge behalten können. Gerade, wenn die Mutter mit Hausarbeiten beschäftigt ist, ist ein solcher Laufstall eine Absicherung für Babys und Eltern.