Dabei wollte der verkleidete Teenager doch nur zur Gamescom ...

Köln: 19-Jähriger mit Uniform und Gewehr-Attrappen von Spezialkommando überwältigt

Spezialkräfte überwältigen Teenie im Kampfanzug Wollte mit "Sturmgewehr" auf Games-Com
00:36 min
Wollte mit "Sturmgewehr" auf Games-Com
Spezialkräfte überwältigen Teenie im Kampfanzug

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Er wollte sich nur stilecht verkleiden. Doch mit seinen echt aussehenden Waffen rief ein junger Mann aus dem Kölner Stadtteil Ossendorf die Polizei auf den Plan. Der 19-Jährige war mit Sturmgewehr-Attrappen und einem Kampfanzug bekleidet unterwegs zur Computer- und Spielemesse „Gamescom“. Doch Passanten hielten den Teenager für eine echte Bedrohung und wählten den Notruf. Mehr dazu im Video.

Köln-Ossendorf: Besorgte Passanten riefen die Polizei

Diese Attrappen hatte der 19-Jährige bei sich.
Diese Attrappen hatte der 19-Jährige bei sich.
Polizei Köln

Aus Sorge, einem gefährlichen Übeltäter auf der Spur zu sein, rückten am Freitag Spezialeinheiten an. Sie überwältigten den 19-Jährigen in seiner Kölner Wohnung. Dort sollen sie dann mehrere täuschend echt aussehende Waffen sichergestellt haben.

Gegen 12 Uhr meldeten Passanten eine verdächtige Person in Militärkleidung und mit einem Gewehr an der Bushaltestelle Franziska-Anneke-Straße. Weil die Zeugen berichtet hatten, dass der „Bewaffnete“ in ein Haus gegangen war, umstellten die Einsatzkräfte das Gebäude und bereiteten den Zugriff vor, so heißt es. Gegen 13 Uhr habe man den 19-Jährigen dann überwältigt. Dabei sei der junge Mann leicht am Kopf verletzt worden – er sei noch vor Ort versorgt worden. Für die Einsatzkoordination war ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

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Polizei warnt: Nicht mit Waffen-Attrappen herumlaufen

Wie die Polizei später mitteilte, wollte der Kölner eigentlich mit seiner Verkleidung zur „Gamescom“ fahren. Dort treffen sich Computer- und Video-Spielefans in täuschend echten Verkleidungen. In der Mitteilung warnte die Polizei jetzt ausdrücklich davor, mit täuschend echt aussehenden Waffen in der Öffentlichkeit aufzutauchen.

"Wir nehmen solche Hinweise immer ernst und gehen den Hinweisen auf den Grund. Das kann zu gefährlichen Situationen führen, wie gerade deutlich wurde", sagt Martin Lotz, der den Einsatz der Spezialeinheit aus dem Präsidium geleitet hat. (dpa, dky)