China: Behörden lassen nichts unversucht

300 Tonnen hochwertiger Knoblauch sollen gegen Coronavirus helfen

14. Februar 2020 - 10:35 Uhr

Tonnenweise Lebensmittel und Gebrauchsgüter für Covid-19-Krisenregion

China scheut keine Anstrengungen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus (aktuelle Corona-Infos hier im Live-Ticker) und greift dabei auch zu Maßnahmen, die eher Züge von Verzweiflung tragen. Unter anderem wurden zehn Lastwagen aus der ostchinesischen Provinz Shandong losgeschickt, um 300 Tonnen hochwertigen Knoblauch in die stark betroffene Millionenstadt Huanggang zu liefern - den gigantischen Transport zeigen wir im Video.

WHO warnt vor "Infodemie"

Neben den duftenden Knollen wurden auch Gebrauchsgüter wie Daunenjacken, Heizdecken, Gummistiefel in das Krisengebiet gebracht. Zudem wurden 3.000 Tonnen OP-Masken, Schutzkleidung und andere Spezialprodukte angeliefert.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnte vor irreführenden Informationen und Gerüchten im Zusammenhang mit der Seuche. Der Ausbruch der Krankheit sei von einer "massiven Infodemie", einer Überschwemmung an Informationen begleitet worden.

Da die Flut an Informationen es vielen Menschen schwer mache, zwischen Mythen und Fakten zu unterscheiden, hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Ein der Fragen: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen? Antwort: Dafür gibt es keinen Beleg.

Aber Knoblauch ist bekanntermaßen gesund, so dass die Maßnahme der chinesischen Behörden ganz sicher einen positiven Effekt hat.