Neue Studie aus Kanada

Kiffen im Teenie-Alter erhöht das Depressionsrisiko deutlich

Jugendliche mit Joint.
Jugendliche mit Joint.
© picture-alliance / dpa, Martin Ruetschi

16. Februar 2019 - 17:40 Uhr

Wer vor seinem 18. Geburtstag kifft hat ein deutlich höheres Risiko, später an einer Depression zu erkranken. Auch steigt das Suizid-Risiko im Erwachsenenalter. Eine aktuelle Studie aus Kanada warnt deutlich vor dem Cannabiskonsum bei Teenagern.

Dass regelmäßiges Kiffen zu Langzeitschäden im Gehirn führen kann, hatte bereits eine weitere Studie aus Kanada herausgefunden. Beide Studien weisen darauf hin, dass das Gehirn von Teenagern eine Entwicklungsphase durchläuft und Risiken des Cannabis-Bestandteils THC (Tetrahydrocannabinol) von Dauer sein können. Und zu diesen Risiken können Depressionen gehören, so die Studie der McGill Universität in Montreal.

Die Zahlen, die die Forscher ausgewertet und in der Fachzeitschrift JAMA Psychiatry veröffentlicht haben, sprechen eine deutliche Sprache: Würden zum Beispiel in den USA keine Teenager Cannabis rauchen, gäbe es im Alter von 18 bis 34 Jahren 400.000 weniger Menschen mit Depressionen. Die Gesamtanzahl der Depressionen könnte um satte sieben Prozent sinken.

Als Fazit ihrer Studie fordern die Forscher, dass Kinder und Jugendliche von ihren Eltern, von Ärzten und an den Schulen besser über die Folgen von Cannabis aufgeklärt werden. Denn eine Folge von Depressionen sind Suizide - bei Jugendlichen immerhin eine der häufigsten Todesursachen

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