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Neue Cannabis-Studie: Kiffen führt zu Langzeitschäden im Gehirn

Beliebte Droge unter Jugendlichen: Cannabis.
Beliebte Droge unter Jugendlichen: Cannabis. © iStockphoto, diego cervo

Cannabis-Konsum im Jugendalter wirkt sich auf kognitive Entwicklung aus

Bisher war unklar, welche Langzeitfolgen Marihuana-Konsum auf das menschliche Gehirn hat. Doch eine kanadische Studie bringt nun Licht ins Dunkle. Zumindest was die Entwicklung von jugendlichen Konsumenten betrifft. Ihren mehrjährigen Forschungen zufolge schaden Jugendliche, die Cannabis konsumieren, langfristig ihrem Gehirn.

Gedächtnistests brachten die Wahrheit ans Licht

Forscher untersuchten eine Gruppe von Jugendlichen und fanden klare Beweise dafür, dass Gedächtnisprobleme im höheren Alter in Verbindung zum Marihuana Konsum im Teenager-Alter stehen. Das Forscherteam der Universität von Montreal sagt, dass ihre Ergebnisse die ersten sind, die die nachhaltigen Auswirkungen von Cannabis auf die kognitive Entwicklung beweisen.

Für die Studie wurden 3.800 kanadische Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtet. Einmal im Jahr gaben die Studienteilnehmer an, wie viel Marihuana sie auf einer Skala von Null bis Fünf konsumierten - Null für "niemals" und Fünf für "jeden Tag". Außerdem untersuchten die Forscher die Teilnehmer auf jährlichen Veränderungen in vier kognitiven Bereichen: Erinnerungsgedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Wahrnehmungslogik und Hemmungen. Zu den Aufgaben gehörte beispielsweise ein Muster zu lernen und es 30 Minuten später wiederzugeben, ein Bild in einer Gruppe von Bildern zu finden sowie das Lösen von anderen Rätseln mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad.

Kiffende Jugendliche erzielten die schlechtesten Ergebnisse

Das Ergebnis: Jugendliche, die in den vier Jahren häufiger Cannabis konsumierten, erreichten die schlechtesten Ergebnisse bei den Tests. "Wir waren überrascht von den nachhaltigen Auswirkungen. Selbst wenn ein junger Mensch seinen Konsum reduziert hat, konnten wir noch Effekte aus dem Vorjahr erkennen", berichtet Dr. Patricia Conrod im Interview mit "Daily Mail". Für ihre weiteren Studien möchte das Forscherteam nun den Freizeit-Cannabiskonsum von Erwachsenen sowie Unterschiede zwischen Männern und Frauen genauer unter die Lupe nehmen.

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