Die Frau aus dem Allgäu wurde mit AstraZeneca geimpft

Krankenschwester stirbt nach Corona-Impfung - gibt es einen Zusammenhang?

Eine Frau aus dem Allgäu verstarb am Wochenende, kurz nachdem sie mit AstraZeneca geimpft wurde. Ob es einen Zusammenhang gibt, wird jetzt untersucht.
Eine Frau aus dem Allgäu verstarb am Wochenende, kurz nachdem sie mit AstraZeneca geimpft wurde. Ob es einen Zusammenhang gibt, wird jetzt untersucht.
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24. März 2021 - 9:50 Uhr

Der tragische Todesfall wird jetzt untersucht

Ein tragischer Todesfall erschüttert die Mitarbeiter des Klinikums Kempten im Oberallgäu. Dort ist eine Kollegin nach der Corona-Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff schwer erkrankt und gestorben. Ob ihr Tod in Zusammenhang mit der Impfung steht, muss noch geklärt werden.

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Tod durch Hirnthrombose?

Laut "Augsburger Allgemeine" starb die 55-Jährige an einer Hirnthrombose, einem seltenen Blutgerinnsel in den Hirnvenen. Intern werde vermutet, dass der Tod der Gesundheits- und Krankenpflegerin mit der AstraZeneca-Impfung zusammenhängt. Ihre erste Impfung habe sie am 3. März erhalten. Tage später zeigten sich erste Symptome, ab dem 19. März sei sie dann stationär im Krankenhaus behandelt worden. Dort starb die Pflegerin am vergangenen Wochenende. Für ihre Kolleginnen und Kollegen ein großer Schock: "Wir sind zutiefst erschüttert über diesen tragischen Vorfall", sagt Prof. Dr. Ricardo Felberbaum, Ärztlicher Direktor des Klinikums Kempten. "Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen unserer Kollegin".

Lese-Tipp: Blutgerinnsel nach AstraZeneca-Impfung – Greifswalder Forscher finden offenbar Thrombose-Ursache

Behörden wurden umgehend informiert

Die Klinikleitung hat den tragischen Vorfall sofort dem Gesundheitsamt des Landkreises Oberallgäu / Kempten sowie dem Paul-Ehrlich-Institut gemeldet. Klinik und Behörden seien "in engem Austausch", da die "möglichen Zusammenhänge der Impfung mit dem Präparat von AstraZeneca noch nicht geklärt" seien.

Der AstraZeneca-Impfstoff bleibt umstritten. Erst letzte Woche hatten mehrere europäische Länder, darunter auch Deutschland, die Impfung mit dem Mittel ausgesetzt. Zuvor gab es mehrere Todesfälle, die auf die Impfung mit AstraZeneca zurückzuführen waren. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA stellte nach Prüfung aber fest, dass das Vakzin "sicher und effektiv" sei. Daher wird AstraZeneca wieder eingesetzt.

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Was tun bei Beschwerden nach einer Impfung?

Als Warnhinweis zur Risikominimierung wurde von der EMA in die bundesweite Fach- und Patienteninformation aufgenommen, dass in sehr seltenen Fällen spezielle Thrombosen im Zeitraum bis zu 16 Tagen nach Impfung gefunden werden. Das Paul-Ehrlich-Institut rät Geimpften, sofort zum Arzt zu gehen, wenn sie nach einer Impfung mit AstraZeneca Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Arm- oder Beinschwellungen entwickeln. Auch bei schweren oder anhaltenden Kopfschmerzen, die länger als vier Tage nach der Impfung anhalten oder bei Blutergüssen über die Impfstelle hinaus, sollte man sofort zum Arzt gehen.