Influencerin kämpft tapfer gegen den Krebs

Julia Holz meldet sich vor Start der Chemo: "Ich habe voll Schiss!"

Nervös aber hoffnungsvoll: Julia Holz meldet sich vor Start der Chemotherapie.
Nervös aber hoffnungsvoll: Julia Holz meldet sich vor Start der Chemotherapie.
© Instagram, mrs.julezz

20. Juli 2021 - 13:20 Uhr

Nach Krebs-OP: Julia Holz bekommt Chemo und Bestrahlung

Influencerin Julia Holz bleibt tapfer! Bei der Mama einer Tochter wurde Anfang 2021 Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Nachdem sie die Schock-Diagnose bekam, dass der Tumor bereits gestreut habe und eine Operation vorerst ausgeschlossen sei, folgte eine hoffnungsfrohe Wendung: Der Eingriff konnte doch noch vorgenommen werden. Mitte Juni entfernten die Ärzte in einer mehrstündigen OP den Tumor und die Gebärmutter der 35-Jährigen. Doch nach diesem Etappensieg steht nun bereits die nächste, schwere Etappe an: Julia muss sich einer Chemotherapie und Bestrahlung unterziehen.

Heftige Nervosität vor der ersten Chemo

Am Tag ihrer ersten Chemo- und Bestrahlungstherapie nimmt Julia Holz ihre Follower auf Instagram mit. Vier bis fünf Stunden Chemo, gefolgt von Bestrahlungstherapie – dass ihr bei dieser Aussicht die Muffe saust, ist ihr wohl nicht im Mindesten zu verdenken. "Ich hab so schlecht geschlafen", erzählt sie in einer neuen Instagram-Story, die sie auf dem Weg zur Frauenklinik aufnimmt. Bauchkribbeln habe sie und vor allem sei sie sehr, sehr nervös. "Aber: Runde Nummer zwei kann beginnen!", verkündet die tapfere Influencerin.

Neue Wohnung nahe der Klink - dank Fans

Eigentlich wollte sich Julia in der Frauenklinik Charité nur eine zweite Meinung einholen und anschließend wieder zurück nach Mallorca fliegen, wo sie seit 15 Jahren lebt. Denn ein erster OP-Versuch in ihrer spanischen Wahl-Heimat war bereits gescheitert. Aber dann kam alles anders. Anfang Juni machten die Ärzte in Berlin Julia Hoffnung, dass der Tumor doch entfernt und der Krebs mithilfe der Chemotherapie besiegt werden kann.

Nun ist also aus dem kurzen Berlin-Besuch ein permanenter Aufenthalt geworden. Hilfe in der neuen Heimat erhält sie nicht nur von Ärzten und ihrer Familie. Auch die Fans legen sich für Julia ins Zeug: "Ich habe mit vielen von euch geschrieben und habe gestern ganz viel telefoniert und geschrieben und habe tatsächlich durch jemanden eine Wohnung gefunden und auch noch in der Nähe von der Charité", berichtet die ehemalige Auswanderin auf Instagram. Sie sei überwältigt von der Hilfe und dem Zuspruch, den sie erhalten habe, dankte die Influencerin ihren Unterstützern.

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"Ich fühle mich so alleine und so leer"

Heute warten nun also erst eine vier- bis fünfstündige Chemo- und direkt im Anschluss die Bestrahlungstherapie auf die 35-Jährige. Eine Aussicht, die dann doch ziemlich an Julia zehrt: "Ich könnte heulen, ich fühle mich so alleine", gibt die Influencerin ehrlich zu, während sie auf den Behandlungsbeginn wartet. "Hier darf ja auch keiner mitkommen. Ich fühle mich so alleine und so leer. Ich habe voll Schiss."

Doch trotz ihrer Verzweiflung nutzt die Krebs-Patientin auch jetzt noch einmal die Gelegenheit, um andere Frauen aufzuklären: "Was ich hier schon alles durchgemacht habe... Also ich warne euch, Mädels: Geht zur (...) scheiß Vorsorge zum Frauenarzt!" (dhe)

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