Die trugen noch Halsbänder ihrer Besitzer

53 geklaute Hunde aus LKW gerettet - sie sollten zum Schlachter

27. November 2021 - 10:37 Uhr

"Humane Society International" rettet Hunde in letzter Sekunde

Dieses Video ist nichts für dünnhäutige Tierliebhaber! Auf der indonesischen Insel Java wurden 53 Hunde vor dem Schlachthaus gerettet. In letzter Sekunde wurden die gestohlenen Vierbeiner in Säcken gefesselt auf der Ladefläche eines Lastwagens entdeckt und befreit. Die Rettungsaktion der Tierschützer und Polizei gibt es in unserem Video!

Im Schlachthaus werden Hunde zu Tode geprügelt

Ein indonesischer Fleischhändler war gerade auf dem Weg in ein illegales Schlachthaus in der Provinz Sukoharjo, als der Tierhandel aufflog. Zu diesem Zeitpunkt hatten die verängstigten Tiere bereits eine zehnstündige Fahrt – zusammengepfercht in Säcken und mit Kabelbindern verbundenen Mäulern - hinter sich. Doch diese Tortur ist nichts im Gegensatz zu dem, was sie im Schlachthaus erwartet hätte. Dort werden Berichten der "Daily Mail" zufolge täglich 30 Hunde zu Tode geprügelt. Um dagegen vorzugehen setzen sich Aktivisten der Organisation "Humane Society International" für ein hundefleischfreies Indonesien ein. So auch in den frühen Morgenstunden des 24. November 2021.

Es handelt sich höchstwahrscheinlich um gestohlene Haustiere

Gemeinsam mit der Polizei retteten die Tierschützer 53 Hunde, eigentlich wären es 54 gewesen, doch ein Tier starb während der Fahrt. Der Fahrer des LKWs wurden wegen des Verdachts auf Hundefleischhandel festgenommen.

"Wir kamen gerade noch rechtzeitig, denn die Tötungen finden normalerweise in den frühen Morgenstunden statt. Wir sind den Behörden unendlich dankbar, dass sie gehandelt haben", berichtet Tieraktivistin Lola Webber von der "Humane Society International". Der verantwortliche Händler ist angeblich seit mehr als 20 Jahren ein Drahtzieher des Hundefleischhandels auf der Insel Java. Er wird verdächtigt, jeden Monat die Verschiffung von Hunderten von Hunden zur Schlachtung zu koordinieren. Bei den Hunden handelt es sich höchstwahrscheinlich um Haustiere, die Kilometer weit entfernt auf der Straße gestohlen wurden – zu erkennen an den Halsbändern, die sie noch im LKW trugen. Welches Leid und welche Angst die Vierbeiner auf der Reise ertragen mussten – unvorstellbar. Doch zum Glück kam für diese 53 Hunde Rettung in letzter Sekunde. (lkr)