Influencerin kämpft gegen Gebärmutterhalskrebs

Julia Holz spricht über Sex nach der Chemotherapie: "Man denkt nicht an dieses Thema und hat gar keine Lust"

Seit Anfang des Jahres kämpft Julia Holz (35) gegen Gebärmutterhalskrebs.
Seit Anfang des Jahres kämpft Julia Holz (35) gegen Gebärmutterhalskrebs.
© Instagram, Instagram/mrs.julezz, Privat

06. Oktober 2021 - 11:02 Uhr

Julia Holz spricht Tabuthema an

Seit Monaten bewegt ihr Schicksal Tausende User im Internet: Influencerin Julia Holz (35) bekam Anfang dieses Jahres die Diagnose Gebärmutterhalskrebs. Seitdem kämpft die Mutter einer siebenjährigen Tochter mit Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung tapfer gegen die Erkrankung. Jetzt meldet sie sich auf Instagram bei ihrer Community mit einem Update. Darin spricht sie über ein wichtiges Thema, über das nach Chemotherapien jedoch nur selten gesprochen wird: Sex.

Ihr wurden Vibratoren und Gleitgel empfohlen

"Was mich auch gerade beschäftigt ist und da haben mich sehr viele von euch angesprochen und niemand traut sich, darüber zu reden, ist das Thema Sex nach Bestrahlung. Es ist sehr schwierig als Frau, wieder mit dem Thema in Gang zu kommen", erzählt Julia in ihrem neuesten Instagram-Post. Nach der Bestrahlung sei ihr nahegelegt worden, lauter Vibratoren und Gleitgel zu kaufen, da im Intimbereich alles vernarbt und verengt sei. Dies könne im Extremfall sogar dazu führen, dass Sex nicht mehr möglich ist.

Die Influencerin ermutigt Betroffene auf Instagram

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"Schämt euch nicht, denn es ist wirklich was ganz Normales"

Die 35-Jährige erzählt jedoch, dass nach diversen Operationen, Bestrahlung und Chemotherapie Geschlechtsverkehr aktuell sowieso kein relevantes Thema für sie sei: "Man denkt nicht an dieses Thema und hat gar keine Lust, irgendwelche Praktiken zu machen. Aber nochmal ein Appell an alle da draußen: Schämt euch nicht, denn es ist wirklich was ganz Normales. Durch die Vernarbungen kann alles verengen. Viele haben mir geschrieben, dass sie das auf die leichte Schulter genommen haben und jetzt in Depressionen gefallen sind, weil sie nie wieder mit ihrem Partner oder Mann Geschlechtsverkehr ausüben können." Abschließend rät sie Betroffenen dazu, sich zu dem Thema beraten zu lassen. (jos)