Immer mehr Normalität in Hessen

Schon bald ein volles Stadion?

Eintracht Frankfurt Fans jubeln.
Eintracht Frankfurt Fans jubeln.
© deutsche presse agentur

23. September 2021 - 8:18 Uhr

3G oder 2G in Hessen?

Grundsätzlich gilt in Hessen weiterhin das 3G-Modell, was für Geimpfte, Genesene und Getestete steht. Diese Regel betrifft den Innenbereich von Veranstaltungen, Freizeiteinrichtungen, Museen, Sportstätten, Gaststätten sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen - und zwar nicht nur für Gäste und Kunden, sondern auch für Beschäftigte.

Im Kultur-, Gastronomie- und Veranstaltungsbereich dürfen Betreiber in Hessen selbst entscheiden, ob sie vom sogenannten 2G-Modell Gebrauch machen. Das bedeutet, sie können ausschließlich Menschen reinlassen, die entweder gegen das Coronavirus geimpft sind oder nach einer Erkrankung als genesen gelten. Ein negativer Schnelltest reicht dann nicht mehr aus. Ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren.

Positive Resonanz zu 2G-Modell

Im Gastro- und Friseurgewerbe begrüßen viele das neue 2G-Optionsmodell bei den Corona-Regeln. Die neue Möglichkeit sei eine "Arbeitserleichterung" und gebe "ein Stück Normalität" zurück, sagte der Landesinnungsmeister Kay-Uwe Liebau in Darmstadt. Außerdem kann bei der 2G-Option auf alle bisherigen Corona-Maßnahmen verzichtet werden; also vor allem keine Abstände und keine Masken mehr, "Das bedeutet wieder volle Kapazität, worauf der Betrieb schließlich ausgerichtet ist, um wirtschaftlich arbeiten zu können", so der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gastronomieverbandes Dehoga, Julius Wagner.

Bedeutet dies auch das Ende von halbvollen Rängen?

Im übernächsten Heimspiel gegen Hertha BSC sollen nun wieder mehr als 50.000 Fans empfangen werden. Geklärt werden muss allerdings noch, ob auch Ungeimpfte dabei sein können, denn der Verein wünscht sich weiterhin die Umsetzung des 3G- Modells. Bislang durften die drei Heimspiele der Eintracht gegen den FC Augsburg (0:0), den VfB Stuttgart (1:1) und Fenerbahce Istanbul (1:1) vor maximal 25.000 Fans ausgetragen werden.

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