Draußen 3G, innen 2G-Regel

Eintritt nur für Geimpfte und Genesene: Dieser Frankfurter Restaurant-Betreiber zieht's durch

22. September 2021 - 13:13 Uhr

Ungeimpfte müssen leider draußen bleiben

Bereits Ende August führte Hamburg das 2G-Modell als Option ein. Seit gut einer Woche haben Gastronomen, Friseure und andere Dienstleister auch in Sachsen-Anhalt, Hessen, Berlin und Brandenburg, ab dem heutigen Mittwoch auch Niedersachsen die Wahl: Sollen nur Geimpfte und Genese Zutritt zum Geschäft haben oder auch Getestete? Warum das für Diskussionen sorgt und wie Gastronomen damit umgehen – im Video!

Frankfurter Gastronom Carsten Menges: Großer wirtschaftlicher Vorteil mit 2G

Er zieht es durch: Carsten Menges war einer der ersten Gastronomen in Hessen, der die 2G-Regel in seinem Restaurant "WeissGold" eingeführt hat. Den klaren Vorteil für Kunden und Betreiber erklärt uns Menges im RTL-Interview: "Keine Maske, keine Begrenzung am Tisch, wir brauchen keine Abstandsregeln mehr, das ist ganz wichtig, wir können die Leute wieder setzen wie vor Corona und das ist wirtschaftlich ein ganz großer Faktor."

LESETIPP: Virologe Dr. Martin Stürmer: 2G ist kein Heilsbringer

"In der DDR wären wir besser aufgehoben!" - Veranstalter zwischen Kritik und Entscheidungszwang

Auf Carsten Menges Entscheidung folgt prompt die Kritik der Öffentlichkeit: "In der DDR wären wir besser aufgehoben!", heißt es in einer Googlebewertung seines Restaurants "WeissGold". Er habe den Kunden, die den Laden mit aufgebaut hätten, einen "vor den Bug geschossen".

LESETIPP: Massiver Coronaausbruch nach 2G-Party: Wie kann das passieren?

Genau vor diesen Reaktionen fürchten sich viele Gastronomen und belassen es bei dem Einlass von Geimpften, Genesenen UND Getesteten. Hotelier Karl Appel bestätigt, dass die Ausgrenzung "kompliziert" sei. Wie Carsten Menges wünscht auch er sich eine einheitliche Vorgabe der Politik, um Unklarheiten und Entscheidungszwänge zu vermeiden. (gmö)