IFA 2019: Die neuesten Technik-Trends

Aufrollbar und durchsichtig: Sieht so die Zukunft des Fernsehens aus?

6. September 2019 - 13:40 Uhr

Technische Geräte werden immer flexibler – im wahrsten Sinn des Wortes

Bei der diesjährigen Internationalen Funkausstellung IFA machen sowohl Technik-Begeisterte als auch Ottonormalverbraucher wieder große Augen. Schließlich könnten die vorgestellten Neuheiten bald ein fester Bestandteil unseres Alltags sein – ob es nun der Backofen ist, der auf Sprachkommando die Tür öffnet, ein Wäschetrockner, der mit der Waschmaschine "redet" oder die neue Generation von Smartphones, die sich einfach zum Tablet aufklappen lassen.

Und auch in Sachen Fernseher gibt es echte Innovationen: Die werden nämlich entweder einfach eingerollt oder durchsichtig wie Glas, wenn man sie ausschaltet. Wie das aussieht, zeigen wir Ihnen im Video!

Haushalt wird immer vernetzter

"Smart Home": Dieses Schlagwort gibt auf der IFA weiterhin den Ton an. Mit Sprachsteuerung und Künstlicher Intelligenz (KI) sollen Haushaltsgeräte ihren Besitzern immer mehr Arbeit abnehmen. So ermitteln etwa Wasch- und Spülmaschinen den Verschmutzungsgrad ihres Inhalts, versorgen sich selbst mit Reinigungsmitteln und bestellen neues nach, wenn es zur Neige geht. So sollen sie bis zu 7.000 Liter Wasser pro Jahr sparen können.

Kluge Backöfen merken sich das Kochverhalten des Benutzers und registrieren durch Brat- und Backsensoren, wann das Gericht perfekt ist. Steuern lassen sich viele der Geräte durch Apps oder Spracherkennungs-Systeme wie Googles "Alexa" – sicherlich praktisch, wenn man alle Hände voll zu tun hat.

Fernseher werden zu Deko-Objekten

Neben dem Fernseher als Bilderrahmen, zum Aufrollen oder als Skulptur gibt es auch solche, die eigentlich gar nicht mehr wie Fernseher aussehen. Neuestes Beispiel: das transparente, hochauflösende OLED-Display, vorgestellt vom Hersteller Panasonic. Die nötige Technik steckt unsichtbar im Holzrahmen. Wann das Gerät verfügbar sein wird, ist bisher allerdings ebenso wenig bekannt wie ein möglicher Kaufpreis.

Natürlich müssen die neuen Geräte Smart-TV-fähig sein. Immer mehr Fernseher kommen mit Android-TV als Betriebssystem und bieten damit jenseits der üblichen Streaming-Anwendungen eine riesige App-Auswahl.

Foldables: Klapphandys – aber ganz anders, als man denkt

An diesen Anblick – demonstriert von unserer Reporterin im Video - muss man sich erst gewöhnen: Displays werden einfach in der Mitte zusammengefaltet. Früher das sichere Aus für jedes Gerät, bald schon salonfähig. Zumindest lässt die IFA das vermuten, denn hier sind die sogenannten Foldables, also Smartphones, die sich zum Tablet vergrößern lassen, das absolute Highlight.

Die Knickfalte und die Mechanik dahinter haben sich bei vorherigen Modellen von Samsung (Galaxy Fold) und Huawei (Mate X) zwar als anfällig erwiesen und mussten überarbeitet werden; der Hersteller Samsung geht aber auf der Technikmesse mit seinem Galaxy Fold 5G, das noch diesen Monat auf den Markt kommen soll, selbstbewusst ins Rennen. Ob und wann sich die Foldables in der Allgemeinheit durchsetzen, bleibt spannend.