Syrien, Odenwald, Tokio!

Karate-Profi Wael Shueb ist bereit für Olympia-Traum

21. Juli 2021 - 17:26 Uhr

Fokus auf den Olympia-Traum

Wael Shueb hat eine lange Reise hinter sich: 2015 floh er aus seinem Heimatland Syrien, in dem es keine Perspektiven mehr für ihn gab. Die Leidenschaft für seinen Sport nahm er mit – und jetzt ist der 33-Jährige aus Rödermark die Karate-Hoffnung für Olympia. Im dritten Teil unserer Wochenserie spricht er mit uns über seinen großen Traum – im Video.

Wael Shueb: "Durch Karate habe ich mein Leben in Deutschland aufgebaut"

Vor sechs Jahren kam Wael Shueb nach Deutschland und hatte nichts, außer seinen Sport. Heute ist er Olympia Karate-Hoffnung für Tokio! Vom Flüchtling zum Leistungssportler – der Syrer hat es dank Leidenschaft und Durchhaltevermögen weit gebracht. In Höchst im Odenwald trainiert der 33-Jährige regelmäßig und bereitet sich dort seit über einem Jahr auf Tokio vor. Er tritt für das IOC-Refugee-Team an – eine Mannschaft bestehend aus 29 Geflüchteten aus verschiedenen Ländern. Shueb selbst sagt: "Durch Karate habe ich mein Leben in Deutschland aufgebaut." Seine Olympia-Nominierung musste Shueb erst einmal verdauen: "Das war wie ein Schock, sehr intensiv. Ich habe für diesen Moment hart gearbeitet und trainiert – und das hat sich gelohnt."

Olympia in Tokio: 35 Sportler:innen starten für Hessen

Insgesamt sind 35 hessische Sportlerinnen und Sportler aus den unterschiedlichsten Disziplinen in Tokio mit dabei. Hier erfahren Sie mehr über die Sportler:

Brustschwimmerin Anna Elendt

Judoka Alexander Wieczerzaks

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