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Karate

Die Wurzeln der japanischen Kampfkunst Karate reichen bis ins 15. Jahrhundert. Heute ist sie vor allem eine Sportart, in der es zahlreiche Wettkämpfe gibt.

Karate picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Ryohei Moriya

Karate ist eine der bekanntesten Kampfkünste der Welt. Sie besteht aus verschiedenen Techniken des Schlagens, Stoßens, Tretens und Blockens. Außerdem kommen Fußfeger, Hebel, Würfe und Würgegriffe hinzu. Das japanische Wort Karate bedeutet "leere Hand".

Die Gürtelfarben im Karate

Ein Karatekämpfer trägt eine weiße Hose, eine weiße Jacke und einen farbigen Gürtel, aber keine Schuhe. Welche Farbe der Gürtel hat, hängt von den Fähigkeiten seines Trägers ab. Regelmäßig absolvieren die Schüler im Karate Prüfungen. Bestehen sie diese, steigen sie im Rang auf. Anfänger tragen zunächst einen weißen Gürtel. Nach der ersten erfolgreichen Prüfung dürfen sie einen gelben Gürtel umlegen. Anschließend geht es mit einem orangen, grünen, blauen, braunen und schwarzen Gürtel weiter. Manche Karate-Meister kehren zum weißen Gürtel zurück, nachdem sie den schwarzen erlangt haben. Damit wollen sie zeigen, dass sie sich trotz ihres Lernfortschritts noch immer am Anfang sehen.

Die wichtigsten Wettkämpfe im Karate

Im Jahr 1970 wurde zum ersten Mal eine Weltmeisterschaft im Karate ausgetragen. Japan gewann beide Goldmedaillen, die vergeben wurden. Seit 1980 hält die Karate-WM einen zweijährigen Rhythmus ein. Japanische Teilnehmer sind nach wie vor am erfolgreichsten. Bis 2018 gewannen sie 90 Mal den Titel. Dahinter folgen Frankreich mit 55 und Großbritannien mit 24 Goldmedaillen. Aus Deutschland kamen immerhin acht Weltmeister im Karate, darunter Jonathan Horne, der 2018 das Kumite-Turnier über 84 Kilogramm gewann. Seit der ersten Auflage der World Games im Jahr 1981 zählt Karate zu deren Sportarten. Bei den Olympischen Spielen 2020 gehört Karate zudem erstmals zum olympischen Programm.

Kurze Geschichte von Karate

Die Entwicklung der Kampfkunst hat im 15. Jahrhundert auf der japanischen Insel Okinawa begonnen. Zu dieser Zeit verboten feindliche Eroberer die Nutzung von Waffen. Um sich dennoch gegen die Unterdrücker wehren zu können, entwickelten die Bewohner von Okinawa Karate. Dabei vermengten sie örtliche Kampfkünste mit chinesischen Techniken. Bis ins 19. Jahrhundert wurde Karate im Verborgenen ausgeübt. Anschließend fand sie über Japan ihren Weg in alle Welt. Martial-Arts-Filme hatten daran einen wesentlichen Anteil.