Mit ihrem Buch will Marlene anderen Mut machen

Hirntumor mit 18 Jahren: Schockdiagnose kurz vor dem Abitur

15. Oktober 2019 - 15:13 Uhr

Marlene Bierwirth spricht im Video über ihr Leben mit Krebs

Mit 18 Jahren geht das Leben so richtig los: Endlich die Schule abschließen und dann raus in die Welt. Für Marlene Bierwirth war die lang ersehnte Volljährigkeit allerdings geprägt von Operationen, Chemotherapie und Bestrahlungen. Denn: 2017, kurz vor dem Abitur, erhält sie die Diagnose Hirntumor. Ein Schock für sie und ihre Familie. Wie die heute 20-Jährige mit ihrer Erkrankung umgeht und wie sie das Geschehene verarbeitet hat, erzählt sie im Video.

"Man kann sich gegenseitig stark machen und helfen"

Freunde und Familie stehen der damals 18-jährigen Marlene bei. Ihren Alltag mit dem Tumor teilt Marlene auf Instagram und in einen Blog. Wenig später entsteht daraus die Idee, ein Buch zu schreiben - als Mutmacher für andere Krebspatienten und als Dank für ihre Familie und ihre Freunde. Auf knapp 300 Seiten beschreibt sie in "Meine Medizin seid ihr"* die Krebstherapie, Nebenwirkungen, und womit sie sich den Alltag im Krankenhaus vertreibt.

Seit einem Jahr ist Marlene nun tumorfrei – als geheilt gilt sie jedoch erst nach fünf Jahren. Nun will die 20-Jährige studieren, ihr Leben genießen und dabei anderen Kranken Mut machen.

Hirntumore bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen

Unter dem Sammelbegriff Hirntumor werden sämtliche Arten von auswucherndem Gewebe, die den Schädel betreffen, bezeichnet. Sie sind selten und machen insgesamt nur ungefähr zwei Prozent aller Krebserkrankungen aus. Ein Drittel aller Wucherungen im Kopf sind bösartig. Kinder erkranken zwar im Allgemeinen seltener an Krebs als Erwachsene, prozentual sind bei ihnen aber Hirntumore deutlich häufiger: Jeder vierte Krebs, den Ärzte bei einem Kind diagnostizieren, ist ein Hirntumor. Im Gegensatz zu den meisten anderen Krebserkrankungen lassen sich Risikogruppen nicht benennen, da keine auslösenden Faktoren bekannt sind.

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