Aus Angst vor Ansteckung mit Corona

Lebenswichtige Vorsorge-Untersuchungen in der Warteschleife - Krankenkasse alarmiert

25. Mai 2021 - 14:39 Uhr

Jeder dritte Hesse lässt die Hautkrebsvorsoge ausfallen

Nicht nur OPs wurden und werden von Ärzten und Patienten wegen der Pandemie aufgeschoben, auch bei der Vorsorge gibt es extreme Ausfälle: Fast jeder dritte Hesse kümmert sich seit März 2020 nicht mehr um Hautkrebsvorsorge, jede fünfte hat die Brustkrebsvorsorge ausfallen lassen, sagt eine Studie der Krankenkasse DAK. Warum die Menschen Arztpraxen und Krankenhäuser so extrem meiden – im Video!

LESETIPP: Vorsorgeuntersuchung: Wann welche Basis-Checks wichtig sind

Mediziner warnen: Abwarten kann tödliche Folgen haben - Vorsorgetermine wahrnehmen und bei ernsten Symptomen den Arzt aufsuchen!
Mediziner warnen: Abwarten kann tödliche Folgen haben - Vorsorgetermine wahrnehmen und bei ernsten Symptomen den Arzt aufsuchen!
© RTL

Chefarzt Klinikum Hanau: "Die Sorge der Infektionsgefahr war nicht unberechtigt"

Die Zurückhaltung bei den Operationsterminen wurde vor allem am Anfang der Pandemie im Frühjahr 2020 deutlich – viele Patienten hatten Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und sagten die OP ab. "Die Sorge der Infektionsgefahr war nicht unberechtigt", schätzt Dr. Sven Thonke, Chefarzt im Klinikum Hanau, die damalige Lage ein. Doch die Ansteckungsrisiko sei heute aufgrund der regelmäßigen Testungen deutlich geringer. Planbare Eingriffe sollten Betroffene jedoch seiner Meinung nach bis zum Impfschutz abwarten. (gmö)