Wie gefährlich sind Tätowierungen?

Hautarzt prangert an: "Für mich ist das Körperverletzung"

Welche Farbe darf es denn sein? Beim Tätowieren ist ästhetisch einiges möglich. Hautärzte warnen jedoch: Die Risiken sind zu groß. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
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14. Februar 2020 - 20:46 Uhr

Viele Ärzte sehen Tattoos kritisch

Harmlose Verschönerung oder unterschätztes Gesundheitsrisiko? Hautarzt Christoph Liebich aus München hat zu Tätowierungen eine klare Meinung: "Für mich ist das Körperverletzung", sagt der Experte vom Berufsverband Deutscher Dermatologen. Aus ärztlicher Sicht sei von Tätowierungen klar abzuraten.

Probleme mit der Haut sind nicht auszuschließen

Dafür gibt es verschiedene Gründe - allen voran die beim Tätowieren verwendeten Farbstoffe. Denn diese seien nicht auf Unbedenklichkeit getestet, erklärt er. "Und nur weil etwas nicht verboten ist, ist es nicht automatisch gut." Immerhin gehe es hier um Stoffe, die unter die Haut gehen - und die sich damit in Organen wie den Lymphknoten anlagern können. Hinzu kommt das Risiko allergischer Reaktionen bis hin zum allergischen Schock.

Damit sich Tattoos nicht entzünden und das Gesundheitsrisiko möglichst gering bleibt, sollten Sie Ihre Tätowierungen gut pflegen. Wie das am besten funktioniert, erklären wir hier. 

Zwei weitere Probleme sieht der Hautarzt aber dennoch: Erstens verursachen Tätowierungen Narben, eventuell kombiniert mit einem Infektionsrisiko - je nachdem, wie genau es ein Tattoo-Studio mit der Hygiene nimmt. Und zweitens werden, vor allem durch großflächige Tätowierungen, eventuell Leberflecke verdeckt. Und damit sind vielleicht bösartige Hautveränderungen, die man besser schnell entdecken sollte, nicht mehr sichtbar.

Trotz der möglichen Risiken sind Tattoos sehr gefragt. Wir erklären Ihnen, an welchen Körperstellen Tätowierungen besonders schmerzhaft sind. 


Quelle: DPA/RTL.de