Je dünner die Haut, desto schmerzhafter

Tattoo-Schmerzen: An diesen Körperstellen tut es am meisten weh

Wo schmerzen Tätowierungen wohl am meisten?
© iStockphoto, Dragana Brankovic

10. Juni 2020 - 11:46 Uhr

Dass ein Tattoo Schmerzen auslöst, ist klar - doch wo zieht's besonders?

Wer sich ein Tattoo stechen lassen möchte, nimmt damit natürlich auch einige Schmerzen auf sich. Immerhin wird das Motiv mit unzähligen Nadelstichen unter die Haut gebracht. Doch wo tun Tätowierungen eigentlich am meisten weh und welche Stellen sind dagegen aushaltbar?

Tattoos verursachen unterschiedlich starke Schmerzen

Pro Sekunde sticht eine Tätowier-Nadel ganze 120 Mal circa einen halben Millimeter in die Haut. Jeder Mensch hat grundsätzlich eine unterschiedlich hohe Schmerztoleranz. Auch äußere Einflüsse unseres Alltags wie zum Beispiel Stress oder Müdigkeit senken unsere Schmerztoleranz. Da Nervenenden und -stränge im Körper jedoch unterschiedlich verteilt sind, tut nicht jedes Tattoo gleich weh.

Gerade Sehnen und Muskeln sind von Nerven durchzogen, daher sind Körperstellen mit viel Fett weniger schmerzempfindlich. Das Fett dient sozusagen als Puffer zwischen der Nadel und den Nervenenden, die unserem Gehirn Schmerzsignale senden.

Tattoos am Arm lösen nur leichte Schmerzen aus

Grundsätzlich gelten die Außenseiten unserer Arme als unempfindlichste Stellen. Sowohl die Oberarme, als auch die Unterarme sind an der Außenseite für Tattoo-Anfänger besonders geeignet. Dort verlaufen vergleichsweise wenige Nervenbahnen und eine dicke Hautschicht schützt unsere Knochen.

Mäßig schmerzhafte Tätowierungen

Etwas schmerzhafter, jedoch noch gut erträglich sind Tattoos an der Schulter, dem oberen Rücken und dem Nacken. Je weiter es in Richtung Hals geht, desto stärkere Schmerzen löst das Tattoo beim Stechen aus. Auch ein Tattoo auf der Brust ist - je nachdem wie muskulös man ist und solange die Nadel dem Brustbein fern bleibt - nur mäßig schmerzhaft.

An Po und Oberschenkeln findet sich meist eine Fettschicht, die beim Tattoo-Stechen die Schmerzen in Grenzen hält.

Tattoos an Kopf, Händen und Füßen eher schmerzhaft

Wer Schmerz gut aushalten kann, wählt waghalsigere Stellen wie Kopf, Füße und Hände. Besonders im Gesicht, an den Schläfen und rund um die Augen ist die Haut sehr empfindlich. Am oder hinter dem Ohr hingegen ist das Stechen etwas erträglicher.

Ein Tattoo auf dem Fuß- oder Handrücken ist eher etwas für Hartgesottene. Nur wer Schmerzen gut aushalten kann, sollte sich hier stechen lassen.

Autsch! Besonders schmerzhaft!

Am schmerzhaftesten sind Tattoos an den Stellen, wo unsere Haut am dünnsten ist und direkt über den Knochen liegt. Dazu zählen Rippen, Dekolleté, Arm- und Kniebeuge sowie die Achseln und der Intimbereich.

Tipps vom Profi

Tätowiererin Anastasija Eckert zeigt im Video die schmerzhaftesten Stellen und erklärt, wie man die Haut nach dem Stechen vor Entzündungen schützen kann.

Tattoo-Schmerzen: Das hilft dagegen!

Wenn Sie grundsätzlich eine empfindliche Haut haben, sollten Sie vorher das Gespräch mit Ihrem Hautarzt suchen. Achten Sie außerdem beim Tätowieren auf eine natürliche Tinte ohne Zusatzstoffe und einen hygienischen Zustand des Studios (und der Nadel).

Zur Vorbereitung auf Ihren Termin beim Tätowierer können Sie an den Tagen zuvor Ihre Haut gut pflegen, aber am Tag selber am besten keine pflegenden Hautprodukte verwenden. Vermeiden Sie in den Tagen vor dem Tätowieren außerdem den Konsum von Alkohol oder Drogen und verzichten Sie am selben Tag möglichst auch auf Kaffee. Außerdem sollten Sie alles, was die Haut reizt, wie beispielsweise das Solarium, kurz vor dem Termin meiden.

Die Tattoo-Pflege nach dem Stechen ist besonders wichtig:

  • Das frisch gestochene Tattoo sollte vier Wochen vor intensiver Sonneneinstrahlung geschützt und täglich eingecremt werden, um einer Entzündung vorzubeugen – am besten mit einer Wundpflege-Salbe, beispielsweise von Bepanthen* 🛒 (eine kleine 20-Gramm-Tube kostet 8 bis 10 Euro).
  • Auch ein Besuch in Schwimmbad oder Sauna ist in der ersten Zeit nach dem Stechen tabu.
  • Danach gilt: In der Sonne sollte die Haut immer mit Sonnencreme geschützt werden - ideal ist Lichtschutzfaktor 30 bis 50. Inzwischen gibt es spezielle Pflegeserien für tätowierte Haut mit UV-Schutz* 🛒

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