Darauf sollten Sie bei der Studiowahl achten!

Stecken in manchen Tattoo-Farben wirklich Autolack und Ruß?

11. Januar 2019 - 15:07 Uhr

Riskantes Körper-Tuning

Ob man sich ein Tattoo stechen lässt, ist eine sehr individuelle Frage. Neben dem persönlichen Geschmack, der Angst vor Schmerzen und eventuellen "Folgen" für das Berufsleben, gibt es auch eine weitere Frage zu bedenken: Sind Tattoos wirklich sicher?

Sicherheit von Tattoo-Farben wird von vielen Seiten kritisiert

"Öko-Test" gab bereits nach früheren Untersuchungen bekannt, dass viele Tattoo-Farben krebserregende und -verdächtige Stoffe enthalten. In einer Pressemitteilung wies auch der Bundesrat darauf hin, dass "Abbauprodukte organischer Farbmittel oder auch Farbstoffe, die keinerlei Gesundheitsprüfung durchlaufen haben" in Tätowierfarben festgestellt wurden. Dabei handle es sich zum Beispiel um die gleichen Farbpigmente, wie sie in Autolacken verwendet würden. Im Video erklärt Arzt Dr. Christoph Specht, dass auch Ruß in Tattoo-Farben vorkommen kann.

Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zufolge "können sich Farbpigmente aus Tattoos als Nanopartikel dauerhaft in Lymphknoten ablagern". Diese könnten - je nach chemischer Struktur - gesundheitsgefährdend sein.

Vor allem ausländische Farben betroffen

Im Prinzip kann in Deutschland jeder Tätowierer werden. Eine staatlich anerkannte Ausbildung gibt es nicht. Dennoch müssen Studios sich an die Tätowiermittel-Verordnung halten. Kontrollen oder Strafen seien jedoch recht selten, wie der Zwickauer Star-Tätowierer Randy Engelhard dem "Tagesspiegel" verriet. "Da muss eben auch mal ein Studio zugemacht werden." Wenn Farben aus dem Ausland importiert werden oder jemand sich gar im Urlaub ein Tattoo stechen lässt, ist also besondere Vorsicht geboten.

Gute Tätowierer können ihre Hygiene-Maßnahmen erklären

Ein Tattoo sollte keine Spontanaktion sein, sondern gut überlegt - und gut recherchiert, von wem man sich für den Rest seines Lebens Farbe unter die Haut stechen lässt. Ein guter Tätowierer wird die Hygienemaßnahmen auf Nachfrage genau erklären können. Man kann sich auch die Flasche mit der Tätowierfarbe zeigen lassen. Worauf man dabei achten sollte, haben wir im Video zusammengefasst.