Körperkunst

Tattoo-Pflege: Darauf sollten Sie nach dem Stechen achten

© MICROGEN@GMAIL.COM, Stevica Mrdja

18. September 2019 - 11:31 Uhr

Damit die Tätowierung länger schön aussieht

Ein neues Tattoo muss geschützt werden - aber der Heilungsprozess wird von vielen Tattoo-Liebhabern unterschätzt. Damit die Farbe länger strahlt, auch keine unschönen Narben oder Entzündungen entstehen, haben wir für Sie die wichtigsten Regeln der Tattoo-Pflege zusammengefasst.

Mit frischem Tattoo sind Sonnenbad und Schwimmen tabu

Vor allem im Sommer gibt es ein Problem für Tattoo-Fans: Die Sonne. Mit Sonnenbrand zum Tätowierer gehen? Das ist keine gute Idee. Auf sonnenverbrannter Haut arbeitet Tätowierer Ulf Meisner nicht: "Die Haut nimmt die Farbe nicht mehr auf und die Haut vernarbt, wenn man darauf tätowiert." Wenn das Tattoo fertig ist, übernimmt der Tätowierer die Erstversorgung und klebt zum Schutz eine Folie darauf, die sollte allerdings nur für sechs bis acht Stunden an Ort und Stelle bleiben, damit die Haut atmen kann. Und damit ist es nicht getan. Es gilt: Sonne vermeiden und Baden ist erstmal tabu. Schließlich ist und bleibt das Tattoo eine Hautwunde, die noch sehr empfindlich ist und dementsprechend gepflegt werden muss.

Allgemeinarzt Dr. Peter Berghoff warnt: "Infizierte Tätowierungen gibt es häufig. Es kann sein, dass der Patient dann ein Antibiotikum braucht. Ist das aber schon zu spät, droht eine Sepsis und die ist lebensgefährlich."

Duschen ist erlaubt. Aber ein Besuch im Schwimmbad ist erst nach etwa vier bis sechs Wochen wieder möglich, je nach Größe des Tattoos. Außerdem müssen Sie sich in der ersten Woche an bestimmte Regeln halten:

  • Duschen Sie so kurz wie möglich und nur lauwarm. Das Tattoo hält besser, wenn es Dampf, Wasser und Seife nur minimal ausgesetzt wird
  • Verwenden Sie beim Duschen ph-neutrale Reinigungsmittel*
  • Das Tattoo mit einem fusselfreien Handtuch trocken tupfen - nicht reiben!
  • Fünf bis acht Wochen die Sonne meiden. Um auf Nummer sicher zu gehen, auch keine Sonnenschutzmittel verwenden. Diese können sehr fettig sein und dazu führen, dass die Haut zu feucht wird
  • Die Tätowierung bei starker Sonneneinstrahlung mit lockerer Kleidung bedecken

Die richtige Pflege des frischen Tattoos

Auch die Nachsorge ist wichtig. Direkt nach dem Stechen sollten Sie Ihrer Haut vier Tage zur Regeneration geben, ehe Sie die tätowierte Stelle zum ersten Mal mit Creme pflegen. Zwischenzeitlich ist ein elastisches und wasserfestes Duschpflaster* gut, um die Wunde vor Schmutz und zu viel UV-Licht zu schützen. 

Vom vierten Tag an sollte das Tattoo dann mindestens zwei Mal täglich, rund vier Wochen lang, mit einer panthenolhaltigen Salbe* eingecremt werden, damit es nicht austrocknet. Dabei gilt das Motto: Weniger ist mehr. "Viele meinen immer, es ist besser Creme dick aufzutragen, aber dadurch bildet sich unnötig Schorf und der zieht wieder die Farbe raus", erklärt Tätowierer Meisner. Und das will schließlich keiner.

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