121 Fälle bei Erhebung in der Schweiz gemeldet

Kann die Corona-Impfung zu einer Gürtelrose führen?

Gürtelrose ist eine Hauterkrankung, die durch einen Hautausschlag mit Bläschen gekennzeichnet ist. Ihren Namen hat die Krankheit wegen der typischen Erscheinungsform: Sie verläuft häufig wie ein Gürtel um den Körper herum.
Gürtelrose ist eine Hauterkrankung, die durch einen Hautausschlag mit Bläschen gekennzeichnet ist. Ihren Namen hat die Krankheit wegen der typischen Erscheinungsform: Sie verläuft häufig wie ein Gürtel um den Körper herum.
© iStockphoto, iStock, franciscodiazpagador

26. Mai 2021 - 9:58 Uhr

Weitere Impfkomplikation

Impfreaktion, unerwünschte Nebenwirkung – oder doch eine ernstzunehmende Komplikation? Bei kaum einem anderen Impfstoff achtet fast die gesamte Weltbevölkerung so genau auf alle gesundheitlichen Effekte. Auch wenn das tatsächliche Risiko statistisch gesehen extremst gering ist: Neben den üblichen Impfreaktionen kommt es zu Thrombosen und Gesichtslähmungen. Jetzt kommt offenbar eine weitere Impfkomplikation dazu: Bei einer Erhebung wurden 121 Fälle von Gürtelrosen gemeldet, berichten schweizerische Medien. Auch aus Israel gab es bereits solche Meldungen.

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Vor allem Frauen betroffen

Bei Swissmedic sind 2269 Meldungen über vermutete unerwünschte Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe ausgewertet worden. Dabei wurde sichtbar, dass bis zum Datum der Auswertung auch 121 Fälle von Herpes Zoster gemeldet wurden. Ob die Meldungen Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den Impfungen und dem Auftreten von Herpes Zoster sind, wird jetzt weiter untersucht. Der überwiegende Teil aller Meldungen bezog sich auf Frauen (68,4 Prozent), in 28,2 Prozent der Fälle waren Männer betroffen, bei manchen Meldungen wurde das Geschlecht nicht angegeben. Die Betroffenen waren demnach im Durchschnitt 63,6 Jahre alt. Swissmedic, das Schweizerische Heilmittelinstitut, ist die Zulassungs- und Kontrollbehörde für Heilmittel in der Schweiz mit Sitz in Bern.

LESE-TIPP: Warum man Impf-Nebenwirkungen unbedingt melden sollte

Nach Verabreichung des BionTech-Impfstoffs

Bereits im Dezember 2020 wurden an zwei Zentren in Israel sechs Fälle von Herpes zoster, die sich kurz nach der Verabreichung des Pfizer/BionTech-Impfstoffs bei Patienten mit rheumatischen Autoimmunerkrankungen entwickelt hatten, berichtet der Kölner Branchendienst DocCheck. Dokumentiert wurden sie demnach von Ärztin Victoria Furer von der Universität Tel Aviv und ihren Kollegen. Über die Sicherheit und Wirksamkeit der COVID-19-Impfstoffe bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen sei bisher wenig bekannt, da immunsupprimierte Personen nicht in die ursprünglichen klinischen Impfstoff-Studien eingeschlossen wurden, erklärt Dr. Lea Wask dort. (ija)

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