Gesundheitslexikon: Kehlkopfentzündung (Laryngitis)

6. Juni 2019 - 14:03 Uhr

Kehlkopfentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung der Laryngitis

Bei der Kehlkopfentzündung handelt es sich um eine akute oder chronische Entzündung der Kehlkopfschleimhaut. Der Kehlkopf liegt oberhalb der Luftröhre und ist maßgeblich an der Lautbildung beteiligt. Entzündet sich dieser im Rahmen einer Laryngitis, so ist eine Beeinträchtigung der Stimme ebenso zu erwarten wie Husten. Die akute Kehlkopfentzündung heilt üblicherweise innerhalb von wenigen Tagen aus und bleibt ohne Folgen. In seltenen Fällen kann Atemnot, verursacht durch die geschwollene Schleimhaut, aber einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen.

Ursachen

In der Regel sind Viren die Verursacher einer akuten Kehlkopfentzündung, die oftmals in Verbindung mit einer Erkältung auftritt. Die Entzündung wandert dabei vom Nasen-Rachen-Raum in den Hals, in seltenen Fällen auch weiter in die Bronchien oder die Luftröhre. Begleitet werden kann die Viruserkrankung von einer bakteriellen Infektion, die für eine Verstärkung der Symptome sorgt. Relativ selten kommen rein bakteriell bedingte Kehlkopfentzündungen vor. Weitere Ursachen können eine außergewöhnlich starke Stimmbelastung, besonders kalte, warme oder trockene Luft oder das Rauchen sein. Ist die Laryngitis auf Viren oder Bakterien zurückzuführen, so ist die Krankheit ansteckend. Mittels Tröpfcheninfektion wird diese leicht übertragen.

Für die chronische Kehlkopfentzündung ist meist eine längere Einwirkung schleimhautreizender Stoffe wie Nikotin oder Schadstoffe verantwortlich.

Symptome

Ein Charakteristikum der Kehlkopfentzündung ist die Heiserkeit. Die Stimme kann kratzig klingen, leicht versagen oder ganz ausfallen. Zudem können den Patienten Halsschmerzen, Reizhusten, Schluckbeschwerden oder auch Fieber plagen. Typisch für die Laryngitis ist zudem das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben. Speziell bei der chronischen Kehlkopfentzündung wird eine tiefere Tonlage beobachtet.

Diagnose

Neben der allgemeinen körperlichen Untersuchung, die aufgrund der typischen Erkältungssymptome notwendig ist, wird der Arzt auch einen Blick auf den Kehlkopf werfen. Mit einem Laryngoskop inspiziert der Mediziner über einen Spiegel den Kehlkopf und die Stimmbänder. Zeigt sich die Kehlkopfschleimhaut gerötet und verdickt und sind auch die Stimmbäder geschwollen und mit einem Belag überzogen, diagnostiziert der Arzt eine Kehlkopfentzündung. Bei weiteren Auffälligkeiten kann zudem eine Gewebeprobe entnommen und im Labor untersucht werden.

Behandlung

Eine virale Kehlkopfentzündung kann nicht ursächlich behandelt werden und heilt in der Regel von alleine aus. Die Genesung wird beschleunigt, wenn die Kehlkopfschleimhaut in Ruhe abschwellen kann. Daher empfiehlt es sich, die Stimme zu schonen, viel zu trinken, trockene Luft zu vermeiden oder mit Salzwasser zu inhalieren. Raucher sollten zumindest für die Dauer der Erkrankung auf das Rauchen verzichten. Selbiges gilt für die chronische Laryngitis, eventuell verordnet der Arzt zur Abschwellung ein Kortison-Präparat. Ist die Kehlkopfentzündung bakteriell bedingt, so wird üblicherweise ein Antibiotikum verschrieben.

Bei Säuglingen und Kindern kann es im Falle einer viralen Kehlkopfentzündung, auch Pseudokrupp genannt, zu starker Atemnot kommen. In solch einem Fall ist jedenfalls ein Arzt zurate zu ziehen, eventuell ist die Verabreichung von Kortison notwendig.

Vorbeugung

Da die akute Kehlkopfentzündung meist zusammen mit einer Erkältung auftritt, kann dieser nur bedingt vorgebeugt werden. Gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung stärken allerdings das Immunsystem und bewahren vor Krankheiten. Einer chronischen Kehlkopfentzündung wird am besten mit einem Rauchstopp entgegengewirkt.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.