Meist durch einen Infekt verursacht

Gesundheitslexikon: Halsschmerzen

19. August 2019 - 10:50 Uhr

Halsschmerzen: Woher sie kommen und man sie am besten bekämpft

Halsschmerzen sind ein typisches Symptom grippaler oder bakterieller Infekte. Ein erstes Kratzen im Hals kann als Warnzeichen für eine sich anbahnende Erkältung auftreten. Wenn der Patient dann gleich auf Schonung, Wärme und Ruhe achtet, kann dem Ausbruch des Infekts manchmal schon entgegengewirkt werden. Bricht er doch aus, so sind die Halsschmerzen häufig ein tagelanger, äußerst unangenehmer Begleiter des Patienten.

Wie entstehen Halsschmerzen?

Da sowohl bakterielle als auch virale Infekte gerne die Schleimhäute befallen, begleiten Halsschmerzen oft Erkältungen oder eine Grippe. Als häufige bakterielle Erreger gelten Streptokokken. Meist sind es die Mandeln, die angegriffen werden und sich entzünden. Doch auch eine Mandelentfernung kann keine absolute Sicherheit vor Halsschmerzen bieten. Weniger häufig, aber nicht selten, sind von Allergien verursachte Halsschmerzen. Ob Allergien vorhanden sind, kann meist der Hausarzt untersuchen. Eine weitere mögliche Ursache für Halsweh kann Schimmelbefall in der Wohnung sein. Ein Befall der Atemwege durch Schimmelsporen ist möglich und sollte unbedingt ausgeschlossen werden.

Symptome bei Halsschmerzen vielfältig

Halsschmerzen können in verschiedenen Formen auftreten und werden meistens als sehr störend empfunden. Bei schmerzhaften Schluckbeschwerden werden Trinken und Essen zur Qual, ständiges Kratzen oder Brennen und das Gefühl eines rauen Rachens lassen sich vom Betroffenen kaum ausblenden. Durch die Reizung der Schleimhäute kann auch das unangenehme Gefühl eines innen geschwollenen Halses auftreten. Der häufig parallel auftretende Husten wird durch einen entzündeten Rachen besonders schmerzhaft.

Halsschmerzen diagnostizieren

Halsschmerzen sind als Symptom ein wichtiger Hinweis für den Arzt, der dann den Rachenraum untersucht. Häufig kann so schon entschieden werden, ob es sich eher um einen bakteriellen oder viralen Infekt handelt und ob ein Antibiotikum gegeben werden sollte. Manchmal wird auch ein Abstrich abgenommen, um den Erregertypus zu identifizieren.

Behandlung/Therapie bei Halsschmerzen

Da Halsschmerzen fast nie ein eigenständiges Krankheitsbild sind, wird für gewöhnlich die zugrunde liegende Erkrankung behandelt. Bei viralen Infekten sind vor allem Ruhe, frisches Obst und Gemüse und viel Trinken zu empfehlen. Dies gilt ebenfalls für bakterielle Ursachen, jedoch kann hier auch ein Antibiotikum eingesetzt werden. Bezüglich der Halsschmerzen können einige Medikamente und Hausmittel zusätzlich Erleichterung bieten. Lutschbonbons beruhigen die Schleimhäute, einige sorgen für eine schützende Schicht. Gegen starke Schmerzen sind schmerzbetäubende Bonbons in der Apotheke erhältlich. Warme Tees, heiße Milch mit Honig oder ein Honig-Zitronensaft-Gemisch, das in kleinen Schlückchen zu sich genommen wird, können ebenfalls helfen, die Schmerzen zu lindern. Verzichtet werden sollte auf trockene, harte Lebensmittel, die den Rachenraum zusätzlich reizen, beispielsweise Brot. Gemüsesuppen oder Nudelgerichte richten hingegen kaum zusätzlichen Schaden an.

Vorbeugung gegen Halsschmerzen

Auch wenn es nicht die Kälte an sich ist, die einen viralen oder bakteriellen Infekt hervorruft, so ist der Rat, sich stets schön warmzuhalten, gerade im Winter und zur Grippesaison, sinnvoll. Zwar wird die Erkrankung an sich immer noch in Form von Bakterien oder Viren übertragen, diese haben aber mit einem Organismus, der einen großen Teil seiner Energie darauf verwendet, die Körpertemperatur zu halten, ein leichteres Spiel.

Zusätzlich ist häufiges Händewaschen, besonders vor dem Essen, stets angebracht. Ein Großteil aller Neuansteckungen würde sich durch gründliches und häufiges Händewaschen verhindern lassen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.