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Gas-Versorgung: Klingbeil (SPD) im RTL/ntv-Frühstart: „Wir stehen vor dramatischen Monaten“

SPD-Chef Lars Klingbeil im "Frühstart"

„Wir stehen vor dramatischen Monaten“

Lars Klingbeil
SPD-Chef Lars Klingbeil befürchtet, dass Putin den Gashahn zudreht.
deutsche presse agentur

von Daniel Heyd

Bundeskanzler, Gewerkschaften und Arbeitgebervertreter beraten im Kanzleramt Maßnahmen zu den massiven Preissteigerungen. SPD-Parteichef Lars Klingbeil appelliert an alle Beteiligten, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und sich aufeinander zu zu bewegen: „Ich erwarte, dass sich alle anwesenden darüber bewusst sind, dass wir eine gemeinsame Verantwortung tragen“ so Klingbeil und sagt weiter: „Es braucht einen gemeinsamen Weg durch diese schwere Phase der Krise.“

Man habe das gemeinsame Ziel, die Industrie und die damit zusammenhängenden Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten, so Klingbeil. Der Parteichef macht aber auch deutlich, dass das Treffen im Kanzleramt kein Ersatz für Tarifverhandlungen sei und betont die Tarifautonomie: „Da finden heute keine Tarifverhandlungen statt, die finden zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern statt.“

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Dreht Russland den Gashahn zu? „Man muss bei Putin mit dem Schlimmsten rechnen“

Der SPD-Parteichef schaut auch besorgt auf die Gasknappheit in Deutschland. „Wir stehen vor dramatischen Monaten“, so Klingbeil und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger in der Energiekrise mitzuhelfen: „Wir müssen auch im privaten Bereich sparen“. Klingbeil weist darauf hin, dass man erreichen müsse, dass das Gas in der Industrie nicht rationalisiert wird. „Das hätte dramatische Folgen für den Arbeitsmarkt. Das müssen wir vermeiden, und dazu können alle beitragen.“

Mit Blick auf die anstehenden Wartungsarbeiten an der Gaspipeline Nordstream 1 sagt Klingbeil: „Es gibt eine Wahrscheinlichkeit, dass Putin nach den Wartungsarbeiten den Gashahn nicht mehr aufdreht.“ Dies hätte dramatische Folgen für Deutschland und Europa und daher müsste man sich mit diesem Szenario beschäftigen, so Klingbeil und betont: „Man muss bei Putin mit dem Schlimmsten rechnen.“

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