Miese Umfragewerte kurz vor der Wahl

Merz schießt gegen Merkel: Lange Übergangsphase schuld an Unions-Problemen

16. September 2021 - 11:45 Uhr

Friedrich Merz: "Nicht gut genug gelaufen für die CDU"

Die Union kommt aus dem Umfragetief nicht so richtig heraus, ein einmal klar geglaubter Sieg bei der Wahl in anderthalb Wochen schwindet dahin: Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat eine Erklärung dafür: Und die heißt Angela Merkel.

Merz sieht die lange Übergangsphase beim Ende der Ära von Kanzlerin Angela Merkel als eine Ursache für die Schwierigkeiten der Union im Wahlkampf. "Seit Frau Merkel im Oktober 2018 angekündigt hat, nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren, sind immerhin fast drei Jahre vergangen, also drei Viertel der laufenden Wahlperiode", sagte Merz der "Augsburger Allgemeinen". "Diese Zeit ist inhaltlich wie konzeptionell nicht gut genug gelaufen für die CDU."

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Merz: „Die Union hat auf den Amtsbonus eines Nachfolgers von Angela Merkel verzichtet"

Dazu trägt Merz zufolge auch bei, dass Merkel nach ihrem Rücktritt als Parteichefin die volle Legislaturperiode als Bundeskanzlerin im Amt blieb. "Die Union hat auf den Amtsbonus eines Nachfolgers von Angela Merkel verzichtet, und deswegen gehen wir jetzt in dieser historisch einmaligen Formation in die Bundestagswahl", sagte er. "Das hat Vor- und Nachteile, aber die Frage ist entschieden."

Die Union hat innerhalb weniger Wochen in den Umfragen ihren Favoritenstatus verloren und liegt eineinhalb Wochen vor der Bundestagswahl nun klar hinter der SPD.

Der CDU-Politiker Friedrich Merz, Mitglied im sogenannten Themen-Team von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU).

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