Künstliche Besamung im DIY-Verfahren

Für 30 Euro! Single-Frau kauft Befruchtungs-Set im Internet und bekommt Baby

Bailey Ennis mit ihrem Sohn Lorenzo
Im siebten Himmel mit dem Wunschkind: Bailey Ennis mit ihrem Sohn Lorenzo.
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Single mit Kinderwunsch? Kein Problem für die Britin Bailey Ennis (24). Weil die alleinstehende Londonerin noch nicht den Partner fürs Leben gefunden hat, nimmt sie die Sache selbst in die Hand: Im Internet besorgt sie sich für kleines Geld ein Befruchtungs-Set, führt sich damit das Sperma eines Spenders ein – und wird prompt schwanger.

Nach Kaffee-Date mit Samenspender: Britin befruchtet sich selbst

„Ein Baby allein zu bekommen ist das Beste, was ich je gemacht habe“, schwärmt Single-Mama Bailey Ennis im Interview mit dem Magazin „The Sun“. Dass sie keinen Partner brauche, um ein Baby großzuziehen, sei ihr schon immer klar gewesen, sagt sie. Im September 2021 beschließt die Jura-Studentin, mit der Familienplanung im Alleingang loszulegen, und durchforstet Profile auf einer Samenspender-Website. Ihr ist wichtig, dass ihr Spender gesund ist und bereits über Erfahrung auf dem Gebiet der Samenspende verfügt. Schnell wird sie fündig.

„Nachdem ich meinen Spender gefunden hatte, haben wir uns per WhatsApp auf einen Kaffee verabredet. Erst nach dem Treffen haben wir beide zugestimmt.“ In einem Onlineshop für medizinischen Spezialbedarf kauft sich Bailey für 25 britische Pfund (umgerechnet knapp 30 Euro) ein Besamungs-Set. „Darin sind sterile Becher, Spritzen und Ovulationstests enthalten, das war’s“, verrät sie „The Sun“.

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Schwanger beim ersten Versuch

Ihr Spender habe ihr dann die Samenspende an ihren fruchtbaren Tagen nach Hause gebracht und ihr sogar bei der richtigen Anwendung des Sets geholfen. „Es war ganz einfach und überhaupt nicht eigenartig", versichert die junge Britin.

Schon nach dem allerersten Versuch ist ihr Schwangerschaftstest positiv. Und knapp 39 Wochen später, am 4. Juli 2022, bringt Bailey ihr Wunschkind Lorenzo zur Welt. „Vom ersten Anblick an fand ich ihn wunderschön", schwärmt die frischgebackene Mutter. "Er hat meine Nase, meine großen Augen und braunen Haare."

Und weil alles so unkompliziert ablief, steht für Bailey fest: Ihr Sohn soll auf jeden Fall Geschwister bekommen – und zwar mithilfe desselben Spenders. „Er hat schon zugestimmt, mein Spender für so viele Kinder zu sein, wie ich möchte", sagt Bailey. (dhe)

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