Angst vor der 4. Welle

Immer mehr hessische Pflegeheime setzen auf Boosterimpfungen gegen Impfdurchbrüche

10. November 2021 - 19:01 Uhr

Boostern gegen die 4. Welle

Die vierte Corona-Welle rollt bereits. Trotz doppelter Impfung erkranken immer mehr Menschen dennoch an dem gefährlichen Virus. Auch das Franziska-Schervier-Altenpflegeheim in Frankfurt blickt mit Sorge auf den Winter. Um Impfdurchbrüche, vor allem bei den Bewohnerinnen und Bewohnern zu vermeiden, hat das Heim angefangen zu boostern, also eine weitere Impfung zu verabreichen.

Fehlende Genehmigungen verhindern dritte Impfung

Erst heute sind sieben neue Coronafälle in Frankfurters Alten- und Pflegeheimen nachgewiesen worden. Alle waren vollständig geimpft. Trotz der steigenden Zahlen läuft auch mit genügend Impfstoff nicht immer alles rund. Die zuständige Ärztin erzählt im RTL-Interview, dass sie bereits beschaffte Impfdosen wieder mitnehmen musste, da Genehmigungen von den zuständigen Betreuern nicht vorlagen. Trotz der drohenden Gefahr. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich 30 Bewohner aus dem Heim, fünf davon starben. Zusätzlich waren 28 Mitarbeiter infiziert.

Hoffnung für Weihnachten

Aktuell gibt es aber keinen Fall. Das liegt vor allem an den strikten Testvorgaben und dem Einhalten der AHA-Regeln für Bewohner und Mitarbeiter, erzählt Pflegeleiterin Christina Chimm-Orak. Zudem würde viel mehr desinfiziert als im letzten Winter.

Die Bewohner hoffen auf ein schnelles Abflachen der Kurve und eine entspannte Weihnachtszeit. Diese müssen sie hoffentlich nicht wieder alleine verbringen. (lmc/apo/esc)