Corona ohne Symptome

Forscher finden heraus: Jeder Zweite hat die Omikron-Infektion nicht bemerkt

Zeichnung von Gruppe von Menschen und Corona-Viren
Einer neuen Studie zufolge bemerken erstaunlich viele Menschen ihre Omikron-Infektion nicht.
picture alliance / Zoonar | Berit Kessler

Wie wahrscheinlich ist es, sich mit Corona anzustecken und nichts davon zu bemerken? Die Antwort: ziemlich wahrscheinlich - zumindest laut einer neuen Studie. Der im Fachjournal „Jama“ veröffentlichen Untersuchung von US-Forschern des Cedars-Sinai Medical Center in Los Angeles zufolge, wusste mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer nicht, dass sie bereits eine Omikron-Infektion durchgemacht hatte.

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Ahnungslos! 56 Prozent wussten nichts von ihrer Infektion

Zwischen September 2021 und Mai 2022 – in einer Hochphase der Omikron-Welle – nahmen die Wissenschaftler immer wieder Blutproben bei einer Gruppe aus Mitarbeitern und Patienten des Cedars-Sinai Medical Centers in Los Angeles County, Kalifornien. Das Ziel: Die wollten herausfinden, ob deren Blut das Corona-typische Protein Anti-Nukleokapsid (NCP) IgG enthält. Denn dieses Protein ist nicht in Corona-Impfstoffen enthalten, sondern lässt sich nur nach einer durchgemachten Infektion im Blut nachweisen.

Am Ende der Testphase konnten die Forscher das Protein bei 210 Erwachsenen feststellen – jeder von ihnen musste also bereits eine Infektion mit der zu der Zeit kursierenden Omikron-Variante durchgemacht haben. Doch als Forscher die Studienteilnehmer danach befragten, gaben ganze 56 Prozent von ihnen an, nichts von ihrer Infektion gewusst zu haben.

Unter denjenigen, die es nicht wussten, gab jeder Zehnte an, zwar Krankheitssymptome bemerkt, diese jedoch einer gewöhnlichen Erkältung zugeschrieben zu haben.

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Symptomlose als Pandemietreiber

Aus dem Ergebnis ihrer Studie leiten die Forscher einen wichtigen Hinweis darauf ab, warum Omikron sich so leicht verbreitet: Die Unwissenheit asymptomatisch infizierter Menschen über ihre Erkrankung könne ein „erheblicher Faktor sein, der mit einer schnellen Übertragung von Person zu Person innerhalb von Gemeinschaften verbunden ist“, folgern die US-Wissenschaftler in ihrer Studie. (dhe)

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