Insta-Live mit Laura Papendick und Peter Reichert

Warum Mick Schumacher die Hände gebunden sind, Max Verstappen der neue Chef ist und Lewis Hamilton zittern muss

Lewis Hamilton bekommt Konkurrenz ihm Team.
Lewis Hamilton bekommt Konkurrenz ihm Team.
© dpa, Bryn Lennon, AP aju nwi

07. September 2021 - 10:37 Uhr

"Die letzte Runde" über aktuelle News aus dem Formel-1-Zirkus

In der Formel 1 geht es derzeit richtig rund: Das Rennen in Zandvoort hat positive und negative Spuren hinterlassen, das Fahrer-Karussell nimmt ordentlich Fahrt auf und das nächste Rennen steht schon wieder vor der Tür (Sonntag, 15 Uhr, LIVE bei RTL). Einiges zu besprechen also für den Instagram-Live-Talk "Die letzte Runde" mit RTL-Moderatorin Laura Papendick (wieso sie erstmals dabei war, erfahren Sie später) und Formel-1-Experte und Reporter Peter Reichert.

Top und Flop von Zandvoort

Die Formel 1 kehrte nach über 30 Jahren Niederlande-Abstinenz am vergangenen Woche nach Zandvoort zurück. Heimrennen also für Red-Bull-Mann Max Verstappen, der sich vor einer orangefarbenen Wand von rund 70.000 Fans beweisen wollte und "chefmäßig" ablieferte: "Rennen zu gewinnen ist das eine, aber sein Heimrennen zu gewinnen, ist das andere", beschreibt RTL-Reporter Peter Reichert diese Ausnahmesituation. "Mit diesem Rennen hat Max seine Ansprüche auf die WM untermauert." Und durch diesen fulminanten Sieg steigen dafür wohl auch seine Chancen: "Die Last nach Zandvoort ist von ihm abgefallen. Das macht es für die nächsten Rennen einfacher", so Reichert.

Nicht ganz so gut gelaufen ist das Wochenende (mal wieder) für Haas-Fahrer Mick Schumacher. Erneut musste er sich ein hartes Manöver seines Team-Kollegen Nikita Mazepin gefallen lassen. "Da muss jetzt etwas passieren. Da werden Grenzen überschritten", fällt Laura Papendick ein deutliches Urteil. "Da sind totale Unruhen im Team. Ich habe das Gefühl, dass die alle gar nicht mehr miteinander sprechen." Dafür hat Peter Reichert eine logische Erklärung: "Günther Steiner sind die Hände gebunden. Er ist gerade auf gut deutsch gesagt die ärmste Sau der Formel 1. Er kann Mazepin nicht angehen, denn dann geht der Geldhahn zu." Der Hintergrund: Papa Dmitry Mazepin ist russischer Milliardär und Hauptsponsor bei Haas. Der Team-Chef hat demnach wohl keine Wahl, die einzigen, die nach Meinung unserer Formel-1-Experten etwas tun könnten, wäre die Rennleitung. Aber: "Dann muss erst richtig was passieren, dann muss es einmal krachen, damit die einschreiten", so Reichert.

Hier gibt's den Talk in voller Länge

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Das Fahrer-Karussel dreht sich schneller

Top-Thema neben dem souveränen Sieg von Verstappen war natürlich die Verkündung, dass Valtteri Bottas das Cockpit bei Mercedes abgibt und zu Alfa Romeo wechselt. "Haben wir ja nur drauf gewartet", sagt Papendick, "der Zeitpunkt hat mich überrascht", erwidert Reichert. Genauso, wie die Tatsache, dass Alfa diesen Wechsel verkündet habe und nicht Mercedes. Für Bottas ändere sich dadurch einiges. "Er muss sich in der Zukunft damit zufrieden geben, nur ab und zu mal in die Punkte zu fahren. Ein Podium ist ausgeschlossen" sagt Reichert. Laura Papendick fügt hinzu, dass es für Bottas trotzdem der logische Schritt gewesen sei.

Es war nicht der einzige Fahrer-Wechsel in dieser Woche.

Das Mercedes-Cockpit wird jetzt wohl der junge Brite George Russell bekommen. Für Lewis Hamilton verändere sich dadurch alles. "Für Lewis ist das ganz ungünstig gelaufen", sagt Reichert. "Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er Bottas einen Vertrag über 20 Jahre auf die Nase gedrückt. Er konnte bei Mercedes bisher machen, was er wollte, hatte absolute Meinungsfreiheit, weil Bottas seinem Weg gefolgt ist." Das sieht Laura Papendick genauso: "Jetzt bekommt Lewis Hamilton richtig Konkurrenz, mal sehen, wie er damit umgeht." So oder so, beide Experten sind sich sicher, dass diese Fahrerkonstellation einiges an Spannung versprechen würde. Und: "Ich halte das noch nicht für eine gemähte Wiese für Hamilton. Russell wird ihm richtig Feuer machen", so Reichert.

Lauras Premiere in Monza

Das Rennen in Monza wird aus verschiedenen Gründen ganz besonders. Für Laura Papendick aber wahrscheinlich nur aus einem: Sie wird erstmals als Moderatorin am Streckenrand stehen. Formel 1 ist für sie aber nur beruflich Neuland. "Das war bei uns früher Pflichtprogranm", erzählt sie. "Da saß ich schon als 7-jähriges Mädchen mit meinem Papa auf dem Sofa, die ausgedruckte Excel-Tabelle auf dem Schoß, um alle Punkte einzutragen." Vor ihrer Aufgabe als Moderatorin habe sie zwar "größten Respekt", aber "keine Angst."

"Ich freue mich einfach riesig dabei zu sein." Zu Recht, findet Peter Reichert, der selbst schon etliche Male beim legendären Rennen in Italien dabei war. Und Laura viele kulinarische Tipps geben kann, wie er lachend erzählt. Aber sicher auch ein paar berufliche.

Für das Rennen sind sich die Zwei einig: Mercedes sei der Favorit auf dieser High-Speed-Strecke. Ferrari werde seinen Heimvorteil nicht nutzen können und Red Bull wohl mal den Kürzeren ziehen. Ob unsere Experten Recht behalten, erfahren Sie am Sonntag dann LIVE bei RTL.