Einschätzung von Schumacher

Vettel zu Mercedes? "Würde er zu 100 Prozent wahrnehmen"

Ist Sebastian Vettel tatsächlich eine echte Option für Mercedes?
Ist Sebastian Vettel tatsächlich eine echte Option für Mercedes?
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14. Januar 2022 - 9:22 Uhr

Was macht Lewis Hamilton?

Lewis Hamilton gibt der Formel-1-Welt weiter Rätsel auf. Tritt der Brite zurück? Macht er weiter? Wenn ja, warum schweigt er dann? Und wenn nicht: Wer könnte sein Nachfolger werden? Sebastian Vettel wurde zuletzt als möglicher Erbe gehandelt - und Ralf Schumacher ist der Meinung, dass der Heppenheimer diese Chance auch umgehend ergreifen würde.

"Das ist das, was Vettel will"

Ob ein Wechsel von Sebastian Vettel von Aston Martin zu Mercedes wirklich realistisch ist, wisse er nicht, sagte Ralf Schumacher im "Sky"-Interview. Schließlich habe Toto Wolff auch noch andere Optionen in der Hinterhand, zum Beispiel junge Fahrer, die eh schon beim Mercedes-Teamchef unter Vertrag stehen. "Aber", gibt Schumacher zu bedenken, "die Erfahrung, die Sebastian hat, und den Speed, den er nach wie vor hat. Und dass er sich mit Mercedes auskennt" seien alles Punkte, die für Vettel sprechen würden.

Ein Wechsel des vierfachen Weltmeister wäre auch deswegen eine Möglichkeit, "zumal auch bei Aston Martin eine Veränderung stattgefunden hat, die für Sebastian nicht optimal war", verwies Schumacher auf die Entlassung von Teamchef Otmar Szafnauer, zu dem Vettel ein gutes Verhältnis pflegte. Eine andere Frage ist, ob Vettel einem Wechsel zu Mercedes überhaupt zustimmen würde. Doch diese Frage stellt sich laut Schumacher nicht. "Wenn er die Möglichkeit hätte, dann würde er sie 100 Prozent wahrnehmen, weil er eine größere Chance hätte, noch mal um die WM zu fahren. Das ist das, was er will", ist der ehemalige Formel-1-Pilot überzeugt.

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"Würde nicht unbedingt auf Sebastian tippen"

"Aber", schränkte der "Sky"-Experte gleichzeitig ein, "erstens ist Lewis Hamilton noch nicht weg und zweitens hat Toto Wolff noch einige Talente in der Hinterhand. Da würde ich nicht unbedingt auf Sebastian tippen". Dass Lewis Hamilton diese ganze Diskussion durch sein Abtauchen überhaupt erst möglich gemacht hat, gefällt Schumacher nicht wirklich. "Ich finde es alles ein bisschen eigenartig. Lewis hat sich nach dem Rennen super verhalten und ist jetzt verschwunden. Ich finde das ein bisschen schade", meinte der Ex-Fahrer.

Natürlich seien die Entscheidung, die von der Rennleitung in Abu Dhabi getroffen wurden, hart für den Briten, "aber er muss sie nunmal akzeptieren und das nächste Kapitel aufmachen." Er könne Hamiltons Sicht verstehen, ergänzte Schumacher: "Ich glaube, dass er sich komplett verraten fühlt. Aber da muss er jetzt durch. Jetzt soll es sagen, was er will." (tno)