Reporter bezieht sich auf "hochrangige Quellen"

Medien: Hamiltons Zukunft "immer noch unklar"

Lewis Hamilton hüllt sich seit seiner Niederlage beim Saisonfinale in Abu Dhabi in Schweigen
Lewis Hamilton hüllt sich seit seiner Niederlage beim Saisonfinale in Abu Dhabi in Schweigen
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11. Januar 2022 - 9:20 Uhr

Fährt Hamilton 2022, fährt er nicht?

Der Januar ist zwar Formel-1-freie Zeit, dafür aber irgendwie Lewis-Hamilton-Monat. Nicht nur feierte der Rekordchampion am 7. Januar seinen 37. Geburtstag, er ist – obwohl selbst total abgetaucht – mal wieder in aller Munde. Nachdem sich im Vorjahres-Jänner alles um die Frage drehte, ob Hamilton bei Mercedes verlängern würde, heißt es 2022: Macht Sir Lewis weiter oder nicht? Laut Sky Sports ist die Sache alles andere als fix.

69 Tage vor Saisonstart noch nix klar

Ob Hamilton in der kommenden Saison an den Start gehe, sei keineswegs sicher, berichtete Sky-Reporter Craig Slater bei Sky Sports UK. "Noch 69 Tage bis zum ersten Grand Prix in Bahrain und ich haben von hochrangigen Quellen, die Lewis nahe stehen, gehört, dass es zum jetzigen Zeitpunkt immer noch unklar ist, ob er beim ersten Rennen der Saison im Grid stehen wird oder nicht."

RTL-Reporter Felix Görner ist dagegen sicher, dass Hamilton weitermacht – im Video.

Abu-Dhabi-Stachel sitzt tief

Er habe mit mehreren Leuten gesprochen, die seit dem bitteren Saisonfinale in Abu Dhabi Kontakt mit Hamilton gehabt hätten, so Slater. "Im Großen und Ganzen erwarten sie, dass Lewis zurückkommt und versucht, seinen achten Titel zu gewinnen. Was sie mir aber erklärt haben: Obwohl es schien, als habe er es (die Niederlage in Abu Dhabi, d. Red.) gut verkraftet, hat es ihn in den folgenden Tagen schwer mitgenommen und das hat sich gezogen."

Wie tief der Wüsten-Stachel bei Hamilton und Mercedes saß und sitzt – daraus hatte auch Silber-Chef Toto Wolff keinen Hehl gemacht. Das Team, er und Hamilton seien ob der Ereignisse beim Saisonfinale "desillusioniert", sagte der Österreicher.

Hamilton hatte den Titel nach einer umstrittenen Saftey-Car-Entscheidung von Rennleiter Michael Masi in der letzten Runde an Max Verstappen im Red Bull verloren. Mercedes protestierte erfolglos gegen Masis Vorgehen und das Rennergebnis.

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FIA muss zu Potte kommen

Lesetipp: Falls Hamilton aufhört – das sind die heißesten Mercedes-Kaniddaten

Der Automobil-Weltverband FIA kündigte nach dem abgewiesenen Mercedes-Protest an, die Schlussphase in Abu Dhabi zu untersuchen, in der Masi nicht das übliche Saftey-Car-Protokoll befolgte. Bislang veröffentlichte die FIA zu dieser versprochenen Untersuchung allerdings nichts. Offenbar sehr zum Unmut Hamiltons.

Je länger die FIA nichts zu Abu Dhabi sage, desto wahrscheinlicher könnte es sein, dass Hamilton in den Sack haut, vermutet Sky-Mann Slater. "So hat man mir es gesagt. Je länger sich das hinzieht, je länger wir kein Ergebnis zu dieser Untersuchung und ein paar Erkenntnisse der FIA bekommen, wie sich die F1 in Zukunft verhalten wird, desto schlimmer ist die Lewis-Hamilton-Situation", so der Reporter. Und diese Info komme von "einer hochrangigen Quelle", die eng mit der Situation befasst sei. (mar)