Rang drei ist es schon lange nicht mehr

Vettel-Team korrigiert Saisonziel

Sebastian Vettel nach dem Ungarn-GP.
Sebastian Vettel nach dem Ungarn-GP.
© Getty Images, Bongarts, AJB / WTM

19. August 2021 - 14:17 Uhr

Was geht in diesem Jahr noch für Aston Martin?

Aston Martin ist mit großen Erwartungen in die Saison 2021 gestartet. Das britische Formel-1-Team rief vor dem Auftakt im März Platz drei als Saisonziel aus. Nach dem schwachen Beginn justierte Teamchef Otmar Szafnauer bereits nach. Jetzt legt er sich auf einen konkreten Platz fest.

Aus P3 wird P5

Das Team, das aus dem Vorjahres-Rennstall Racing Point hervorgegangen war, haderte vor allem Anfang der Saison mit den neuen Aerodynamik-Regelungen. Genau wie Mercedes ist das Low-Rake-Konzept (niedriger Anstellwinkel) stärker von den Unterboden-Anpassungen im Reglement der F1 betroffen. Vor allem Zugang Sebastian Vettel fremdelte noch reichlich mit dem AMR21.

Inzwischen ist ein Trend nach oben zu erkennen. Vettel holte erst Platz 5 in Monaco, dann sogar ein Podium in Aserbaidschan. Wäre nicht das ärgerliche Tank-Gate gewesen, dann wäre auch in Ungarn ein zweiter Platz herausgesprungen.

In der Konstrukteurswertung liegt Aston Martin daher nur auf Rang 7, vom angestrebten Platz drei ist das Team weiter entfernt als Suzuka von Doha.

Video: Hülkenberg sieht 2021 kaum mehr Spielraum für Aston Martin

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Weltmeister bis 2025!

Was ist also noch drin in 2021? Auf die Frage, ob Platz fünf noch die bestmögliche Platzierung sei, antwortete Szafnauer "GPFans Global": "Ich denke, das ist richtig."

Seine Erklärung für den miesen Start: Die Aero-Veränderungen hätten sein Team deutlich zurückgeworfen, so der 57-Jährige. "Das hat es schwer gemacht, das Defizit wieder aufzuholen. Wir hatten nur wenig Zeit, da wird uns früh auf 2022 vorbereiten mussten. Aber wir haben uns zurückgekämpft durch gute Arbeit bei uns im Werk."

Schon nach dem ersten Vettel-Podium in Monte Carlo hatte Szafnauer die Ziele verzwergt. "Wir wären am Ende des Jahres gerne in der oberen Hälfte", sagte er damals. Und ja, das wäre mit Platz fünf tatsächlich geschafft.

Weltmeister will das ehrgeizige Team um Besitzer Lawrence Stroll übrigens bis 2025 werden. Ist ja noch ein bisschen hin. (msc)