Dr. Marko mit Reaktion auf Flügel-Kritik

Red Bull wägt Protest gegen Mercedes-Frontflügel ab

Die freundlichen Gesichtsausdrücke bei Toto Wolff (Mitte) und Red Bull gehören der Vergangenheit an.
Die freundlichen Gesichtsausdrücke bei Toto Wolff (Mitte) und Red Bull gehören der Vergangenheit an.
© Imago Sportfotodienst

27. Mai 2021 - 14:22 Uhr

Zweikampf geht auch neben der Strecke weiter

Wie du mir, so ich dir. Nachdem Mercedes-Teamchef Toto Wolff einen möglichen Protest gegen den wackelnden Heckflügel Red Bulls ins Spiel brachte, kontern die Bullen jetzt mit Zweifeln an der Legalität des Mercedes. Motorsportkonsulent Dr. Helmut Marko hat dabei ein ganz bestimmtes Teil am Wagen des Weltmeisterteams zu beanstanden.

Marko will Tests auch für Frontflügel

Weil auch ohne Mercedes seitigen Protest neue Tests für die Heckpartie eingeführt wurden und Red Bull daher umbauen muss, möchte Helmut Marko die gleichen Regeln für die Frontflügel der Boliden. "Wir erwarten, dass die Tests für die Nasen ebenfalls gestrafft werden. Besonders der Frontflügel von Toto Wolffs Team ist der größte Wackelkandidat in diesem Bereich. Da besteht definitiv Potenzial für einen Protest.", erklärt Marko dem "F1 Insider".

Außerdem stört den Österreicher, dass die Umbauten an den Wagen schon während der Saison vorgenommen werden müssen. Beim DAS-System bei Mercedes aus dem Vorjahr wurde das Verbot erst nach der Saison ausgesprochen.

Marko hadert mit Verhältnismäßigkeit

"Es ist Teil der Formel 1, dass die Teams ganz genau hinschauen, wenn die Konkurrenz etwas Besonderes am Auto hat. Das haben wir beim "DAS" auch gemacht, woraufhin die FIA das System verboten hat. Es durfte es aber bis zum letzten Rennen der Saison noch verwenden. Warum akzeptiert Mercedes jetzt nicht das Gleiche bei unserem Heckflügel?" fordert Marko.

Beim anstehenden Grand Prix von Baku darf Red Bull den Flügel noch verwenden. Danach muss das Team um WM-Leader Max Verstappen seinen Boliden neue Flügel verleihen. (lde)