Es geht um jeden Millimeter

Hat Red Bull getrickst? Neue Heckflügeltests in der Formel 1 kommen

Max Verstappen
Max Verstappen
© Getty Images, Bongarts, AJB / AJB

13. Mai 2021 - 15:15 Uhr

Ist Verstappens Auto legal?

Der WM-Kampf in der Formel 1 ist so spannend wie lange nicht mehr: Obwohl Lewis Hamilton in seinem Mercedes die ersten drei von vier Rennen gewonnen hat, ist bereits deutlich geworden, dass der Weltmeister in diesem Jahr mit Max Verstappen einen echten Herausforderer hat. Der Red-Bull-Pilot liegt in der WM-Wertung nur 14 Punkte hinter Hamilton – sein Dienstwagen wirkt in dieser Saison zum ersten Mal wirklich konkurrenzfähig. Doch um Verstappens Auto gibt es bereits Ärger, der die Formel-1-Regelhüter jetzt sogar zu neuen Tests veranlasst hat.

Wie sehr verbiegt sich der Heckflügel?

In einer neuen Testreihe wird jetzt noch genauer als bisher geprüft, ob sich der Heckflügel eines Autos bei hoher Geschwindigkeit nach hinten verbiegt. Denn: Ein biegsamer Heckflügel verschafft den Boliden einen entscheidenden Vorteil. Auf den Geraden ist mehr Geschwindigkeit drin, wenn er in Kurven aber wieder in seine Ausgangsposition zurückfährt, sorgt er so für maximalen Abtrieb.

Bislang ist eine Biegsamkeit von drei Millimetern in die vertikale Richtung erlaubt. Doch halten sich die Teams daran? Beim Großen Preis von Spanien streute Lewis Hamilton zumindest Zweifel. "Red Bull ist ziemlich schnell auf den Geraden. Sie haben diesen biegsamen Flügel, den sie angebracht haben und der mindestens drei Zehntelsekunden Zeit gebracht hat", so der Weltmeister gegenüber "Sky".

Red Bull zeigte sich gelassen: Das Auto habe alle Tests bestanden, sei regelkonform. Doch der Weltverband FIA will offenbar auf Nummer sicher gehen, kündigte jetzt neue Tests an.

Ob Red Bull wirklich nur im erlaubten Rahmen alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat oder womöglich doch mehr getrickst haben könnte, zeigt sich Ende Juni: Bis zum Großen Preis von Frankreich (27. Juni) müssen die neuen Tests bestanden sein.

LHÖ

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