Teams, Kostendeckel, Regeländerungen

Formel 1 2021 - Das ist neu

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24. März 2021 - 14:20 Uhr

Formel 1: Schon 2021 viel Neues

Die Formel 1 steht in den Startlöchern. Die Saison 2021 bringt einige Änderungen mit sich und das nicht nur bei den Teams und Fahrerpaarungen. Wir geben Ihnen vor dem Bahrain-Auftakt am Wochenende den Überblick.

Teams:

Gleich zwei neue Teams finden sich 2021 im F1-Paddock wieder. Renault benannte sich in Alpine F1 (Sportwagenmarke von Renault) um und geht nun in Blau an den Start. Aus Racing Point wurde unterdessen Aston Martin. Die britische Traditionsmarke feiert nach über 60 Jahren Abwesenheit ein Comeback in der Königsklasse – im klassischen British Racing Green und mit Sebastian Vettel.

Rookies:

Drei Rookies feiern ihr F1-Debüt. Der schillerndste Name ist natürlich Mick Schumacher. Der Sohn von Rekordchampion Michael Schumacher fährt nach seinem F2-Titel für den US-Rennstall Haas. An seiner Seite ist der russische Pilot Nikita Mazepin, der vor allem abseits des Rennens Schlagzeilen machte. Dritter Neuling ist der Japaner Yuki Tsunoda, der sich nach dem 2. Platz in den Testfahrten (allerdings mit DRS-Trick) ein Extralob vom AlphaTauri-Teamchef Franz Tost und Red-Bull-Berater Helmut Marko verdiente ("sensationell").

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Neue Cockpits:

Nur drei Rennställe gehen mit der gleichen Fahrerpaarung wie 2020 ins Rennen: Mercedes, Alfa Romeo und Williams. Alle anderen Teams haben mindestens einen Piloten ausgetauscht. Der prominenteste Name dabei: Sebastian Vettel, der 2021 für Aston Martin fährt. Auch das Comeback von Fernando Alonso bei Renault bzw. Alpine schlug hohe Wellen. Die Cockpits finden Sie hier in der Übersicht, die Fahrer hier.

Rekordkalender:

23 Rennen hat die Formel 1 in ihr Programm aufgenommen, so viele wie noch nie. Und das in einer Saison, die mitten in der Corona-Pandemie stattfindet. F1-Boss Domenicali bereitet die Fans daher schon auf mögliche Änderungen vor. "Zunächst müssen wir schauen, dass wir diese Saison überhaupt durchziehen können. Während einer Pandemie gibt es keine Sicherheiten."

Wenn Corona nicht dazwischen funkt, feiert das niederländische Zandvoort sein Comeback als F1-Strecke (5. September). Neu ist der umstrittene Stadtkurs in Dschidda in Saudi-Arabien 5. Dezember).

Sprintrennen:

Mal was Neues wagen: Die F1 plant an drei Wochenende ein sogenannten Sprintrennen, bzw. Sprint-Qualifikation. Das "normale" Qualifying findet dann am Freitag statt, am Samstag soll dann in einem 100 Kilometer-Rennen die Startaufstellung für den Sonntag ausgefahren werden. Im Raum stehen Silverstone, Monza und Sao Paulo. Die Meinungen im Paddock gehen weit auseinander. Vettel lehnt die Idee ab, McLaren und Teamchef Andreas Seidl sind zum Beispiel dafür. Offiziell verkündet sind die F1-Sprint-Qualis noch nicht.

Video: RTL-Reporter zieht Fazit nach Testfahrten

Zeiten:

Das 1. Und 2. Training am Freitag werden von 90 auf 60 Minuten eingedampft. Die Verantwortlichen versprechen sich dadurch einen strafferen Ablauf. Die Rennen beginnen nun zur vollen Stunde, und nicht mehr zehn Minuten danach. Bei Europa-Rennen beträgt die Startzeit 15 Uhr.

Safety Car:

Aston Martin kehrt nicht nur mit zwei Fahrern in der WM-Wertung zurück, sondern stellt auch zusammen mit Mercedes abwechselnd das Safety Car sowie das Medical Car – natürlich in Grün.

Kostendeckel:

Ab 2021 greift erstmals der Budgetdeckel. Die Teams dürfen 145 Millionen Dollar ausgeben. Ausgeschlossen davon sind allerdings die üppigen Fahrergehälter. Im kommenden Jahr wird der Gürtel dann noch enger geschnallt (135 Mio.).

Unterbodenänderungen:

Die wohl gravierendste Technik-Änderung betrifft den Unterboden der F1-Autos. Dabei wurde ein Dreieck vor der Hinterachse eingeschnitten. Der Plan: Dadurch soll der Abtrieb verringert werden, die Autos werden einen Tick langsamer.

Video: Toto Wolff über die Mercedes-Probleme

Schwerere Autos:

Die Dienstwagen von Vettel und Co. sind 2021 etwas schwerer (drei Kilogramm um genau zu sein). Das Mindestgewicht beträgt nun 749 Kilogramm. Der Motor muss 150 statt 145 Kilogramm wiegen.

Benzinmischungen:

Es werden nur noch kraftstoff-Rezepturen aus der vergangenen Saison und ein neuer für die Saison 2021 zum Einsatz kommen. Zudem steigt der Anteil des Biokraftstoffs.

DAS verboten:

Es war der Hingucker 2020. Das "Dual Axis Steering System" der Schwarzpfeile, das innovative Lenksystem verschaffte Mercedes einen großen Vorteil. Schon 2020 stand früh fest: 2021 darf DAS nicht mehr eingesetzt werden.

Copy und Paste:

Nach dem Hickhack um den "Pinken Mercedes" und folgendem "Copy Gate" von Racing Point setzt die F1 auf mehr Klarheit. Für die gelisteten Teile am Wagen (die Teams selber entwickeln müssen) gibt es nun engere Grenzen. Teams dürfen nur noch bei Rennen/Tests und via Fotos oder Videoaufnahmen Daten der Konkurrenz sammeln.

Grüne Materialien:

Grünes Licht für grüne Materialien: Ab sofort dürfen Hanf, Bambus, Leinen und Baumwollen beim Bau der Boliden verwendet werden. Zum einen passt das in die Nachhaltigkeitsstrategie der F1, zum anderen soll dadurch die Verletzungsgefahr bei Unfällen gesenkt werden.

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