Schifffahrt könnte eingestellt werden

Erstes Hochwasser 2022? An der Mosel steigen schon die Pegel

04. Januar 2022 - 21:16 Uhr

Wasser in der Mosel steigt weiter an

Angesichts eines leichten Mosel-Hochwassers haben Experten mit einer vorübergehenden Einstellung der Schifffahrt im Raum Trier bis zum 5. Januar gerechnet. Ab einem Pegelstand von 6,95 Metern dürften Schiffe hier nicht mehr fahren, teilte das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt am Dienstag (4. Januar) mit. Auch weiter moselabwärts hielt es dies vorübergehend für möglich. Im Video zeigen wir Ihnen erste Bilder.

Höchststand von 7,20 bis 7,70 Metern

Das Hochwassermeldezentrum Rheinland-Pfalz erwartete nach eigenen Angaben am Dienstag wegen starker Regenfälle einen Höchststand von 7,20 bis 7,70 Metern beim Pegel Trier am Mittwoch. "Anschließend werden die Wasserstände nach derzeitigem Stand wieder langsam fallen", hieß es weiter auch mit Blick auf ein erwartetes Nachlassen des Regens am Mittwoch und Donnerstag.

Moselaufwärts von Trier war am Dienstag ein Arbeitsschiff der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung im Einsatz, um mit einem Kran Treibgut wie Baumstämme und dicke Äste von hinuntergedrückten Bojen zu entfernen.

„Hier ist alles entspannt!"

Für den Mittelrhein sprach das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt von erhöhten Wasserständen, aber nicht von Hochwasser. "Hier ist alles entspannt. Es wird nur eine kleine Welle kommen", sagte ein Sprecher am Dienstag.

Im Saarland teilte das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz mit, bis Mittwochmorgen sei an manchen Bächen und Flüssen mit der "Überflutung von landwirtschaftlichen Flächen und einzelnen Gebäuden samt örtlichen Verkehrsbehinderungen" zu rechnen. Die saarländische Führungs- und Lagezentrale sprach am Dienstag von mehreren Dutzend Feuerwehreinsätzen beispielsweise wegen verstopfter Gullydeckel. "Es ist nichts Spektakuläres", sagte ein Sprecher.

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Hochwasser auch in Baden-Württemberg und Bayern

Auch in Teilen von Baden-Württemberg und Bayern fällt aktuell viel Regen. Bis zu 70 Liter pro Quadratmeter können zusammenkommen. Bei diesen Mengen schwellen einige Bäche und Flüsse an, deshalb gibt es auch hier Warnungen der Hochwasserzentralen für einige Regionen. Feuerwehren sind im Einsatz. Die Gefahr hält sich allerdings in Grenzen, die Situation ist nicht annähernd vergleichbar mit der Flutkatastrophe im Sommer 2021. Es werden wohl keine größeren Überschwemmungen erwartet. (dpa/tma)