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Virus kann auch die Bauchspeicheldrüse infizieren

Zuckerkrank nach Corona-Infektion?

Ist Diabetes eine mögliche Langzeitfolge einer Corona-Erkrankung? Das müssen weitere Studien zeigen.
Ist Diabetes eine mögliche Langzeitfolge einer Corona-Erkrankung? Das müssen weitere Studien zeigen.
© iStockphoto, celsopupo

08. Februar 2021 - 11:55 Uhr

Diabetes-ähnliche Symptome nach Corona-Erkrankung

Dass das Coronavirus nicht nur die Atemwege trifft, sondern durch eine Erkrankung auch der Verdauungstrakt, das Herz-Kreislauf-System und das Nervensystem betroffen sein können, ist bekannt. Corona beeinflusst aber auch den Stoffwechsel. Das könnte Diabetes-ähnliche Symptome bei Corona-Patienten erklären. Forscher der Universität Ulm haben untersucht, wie es dazu kommen kann.

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Corona stört Regulation des Blutzuckerspiegels

Veröffentlicht wurde die Studie im Fachmagazin "Nature Metabolism". Darin heißt es: "Anfänglich wurde die durch SARS-CoV-2 verursachte Pandemie Covid-19 als ausschließliche Lungenerkrankung angesehen, die schließlich zu schwerwiegenden Atemwegsbeschwerden führt". Diese Annahme ist längst überholt. Kommt jetzt auch noch Diabetes als Folge dazu?

"Bei Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung, gibt es immer wieder Verläufe, bei denen auch die Regulation des Blutzuckerspiegels gestört ist", erklärt Professor Martin Wagner von der Universität Ulm. Die Symptome reichen von Überzuckerung bis hin zu einer Übersäuerung des Blutes.

Professor Alexander Kleger, einer der Studienleiter, sagt: "Aktuelle Studien berichten dazu über Verschlechterungen bekannter 'Diabetes mellitus'-Erkrankungen, aber auch über Fälle von neu aufgetretenem Diabetes nach durchgemachter Covid-19-Erkrankung."

Diabetes als Langzeitfolge von Corona?

Um die Frage zu klären, ob Diabetes eine mögliche dauerhafte Langzeitfolge bei Corona-Patienten sein kann, müssen weitere Studien durchgeführt werden, sagen die Forscher. Zunächst wurde untersucht, wie es überhaupt zu Diabetes-Symptomen bei einer Erkrankung durch das Coronavirus kommen kann.

Die Forscher haben Gewebe aus der Bauchspeicheldrüse mit dem Coronavirus in Kontakt gebracht. Das ergab, dass sich bestimmte Zellen mit dem Virus infizieren lassen, die sogenannten Beta-Zellen. Die bilden Insulin und mit dessen Hilfe wird die Glukoseaufnahme in die Zellen gesteigert und damit der Blutzuckerspiegel gesenkt.

Das zeigt den Einfluss des Coronavirus auf die Bauchspeicheldrüse, wodurch bei einigen Patienten Symptome auftreten, die mit denen einer Diabetes vergleichbar sind.

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