Gesundheitslexikon
Gesundheitsbegriffe einfach erklärt

Gesundheitslexikon: Blutzucker

Blutzucker und die Volkskrankheit Diabetes mellitus

Blutzucker ist der Glucosegehalt im Blut. Die Höhe des Gehalts zeigt der Blutzuckerspiegel an. Beim Blutzucker handelt es sich um einen der wichtigsten Nährstoffe des menschlichen Körpers. Er versorgt vor allem das Gehirn, die roten Blutkörperchen und das Nierenmark mit Energie. Der Wert des Blutzuckerspiegels wird durch das Wechselspiel zwischen den Hormonen Insulin und Glucagon reguliert. Insulin wirkt dabei senkend, Glucagon steigert den Blutzuckerspiegel. Bei einem dauerhaft zu hohen Blutzuckerspiegel spricht man von der Volkskrankheit Diabetes mellitus.

Messung des Blutzuckers

Der genaue Wert des Blutzuckers wird meist durch eine Blutprobe ermittelt. Die Einheit ist dabei Minimol pro Liter. Ein gesunder Blutzuckerspiegel liegt bei 3,9 bis 5,5 Minimol pro Liter. Unmittelbar nach einer kohlehydratreichen Mahlzeit kann er allerdings bis auf 8,9 Minimol pro Liter ansteigen.

Es gibt jedoch auch einfachere Methoden für die Selbstkontrolle des Blutzuckers. Bei der optischen Messung arbeitet man mit einem Teststreifen, der mit einem Tropfen Blut vollgesogen wird und dadurch eine bestimmte Farbe annimmt. Es gibt auch Methoden, die auskommen, ohne Blut zu nehmen – beispielsweise durch eine optische Spektralanalyse des Augenhintergrundes. Diese Methoden sind aktuell jedoch noch nicht für den Markt zugelassen.

Wie Sie den Blutzuckerspiegel effektiv senken können

Wenn Sie einen erhöhten Blutzuckerwert haben, können Sie durch verschiedene Maßnahmen darauf einwirken, beispielsweise durch Vermeidung von Stress. Das Stresshormon Cortisol begünstigt einen Anstieg des Glukosespiegels. Mit Entspannungsübungen wie Yoga oder Meditationsübungen können Sie dem vorbeugen.

Eine weitere effektive Methode ist eine Umstellung der Ernährung. Konsumieren Sie bevorzugt Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index. Dieser gibt die Auswirkung eines Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel an. Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index sind beispielsweise Vollkornprodukte, Gemüse und Hülsenfrüchte. Vermeiden Sie hingegen Weißmehl, Trockenobst und vor allem Haushaltszucker.

Eine gesunde Ernährung hat meist einen weiteren positiven Effekt: Gewichtsverlust. Wenn Sie abnehmen, beugen Sie langfristig gegen Insulinresistenz vor und haben einen niedrigeren Bedarf an Insulin.

Auf eine fettreiche Ernährung sollten Sie ebenfalls verzichten – vor allem in Fleisch- und Milchprodukten enthaltene gesättigte Fettsäuren begünstigen Insulinresistenz und lassen Ihren Blutzuckerspiegel nach oben schnellen.

Ein Geheimtipp zum Senken des Blutzuckers ist das Gewürz Zimt. Wenn Sie in Ihre Ernährung täglich Zimt einbauen, kann das Ihren Blutzuckerwert wesentlich verringern. Das gilt auch für die Spurenelemente Zink und Chrom.

Diabetes ist eine Folge dauerhaft zu hohen Blutzuckers

Ist der Blutzuckerspiegel chronisch zu hoch, spricht man von Diabetes mellitus. Die Symptome sind sehr unangenehm: Neben ständigem Durstempfinden, häufigem Wasserlassen und allgemeiner Müdigkeit, kommt es häufig zu Übelkeit sowie Seh- und Konzentrationsstörungen. Diabetes ist längst zu einer Volkskrankheit geworden. In Deutschland ist bereits jeder 13. Mensch daran erkrankt. Diabetes mellitus ist nicht heilbar. Die einzige Möglichkeit zur Behandlung ist die Insulintherapie, bei der das Hormon Insulin dem Körper durch Spritzen zugeführt wird, um den Blutzucker niedrig zu halten.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.

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