Achtung, Verwechslungsgefahr!

Ab wann eine Bindegewebsschwäche Cellulite ist

01. Februar 2020 - 16:17 Uhr

Cellulite? Von wegen!

Viele Frauen denken, sie hätten Cellulite. Auf den ersten Blick logisch, denn über ein paar mehr oder weniger große Dellen beklagen sich die meisten. Doch nicht immer handelt es sich dabei um die sogenannte Orangenhaut: In vielen Fällen ist es nur die Cellulite-Vorstufe, ein schwaches Bindegewebe – und dagegen kann man einiges tun!

Wir haben eine Expertin gefragt, was genau der Unterschied ist, welche drei Cellulite-Stufen es gibt und wie Cellulite eigentlich entsteht. Die Antworten gibt's im Video-Interview.

Was hilft gegen Cellulite?

Eine Frau behandelt ihren Oberschenkel mit einer Massagebürste.
Massagebürsten können die Durchblutung fördern.
© iStockphoto

Auch, wenn sich Bindegewebsschwäche und Cellulite unterscheiden, kann man beides mit ähnlichen Hilfsmitteln bekämpfen bzw. verhindern. Da die Dellen im weitesten Sinne das Ergebnis einer Stoffwechselträgheit sind, muss auf jeden Fall die Durchblutung angeregt werden. Das geht mit Massagerollern* und Massagebürsten* besonders gut. Hier ein paar Tipps, wie sich das Hautbild verbessern lässt – von innnen und von außen.

  • Gesunde Ernährung (viel Gemüse, ausreichend trinken)
    Essen Sie vermehrt kaliumhaltige Lebensmittel wie Nüsse, Bananen, Kartoffeln, Spinat, Trockenobst und Tomaten. Kalium entwässert und festigt das Unterhautgewebe. Weitere Ernährungstipps gegen Cellulite finden Sie hier.

  • Sport sorgt für gute Durchblutung, denn Abbau von Fettgewebe
    Am besten wirkt eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining. Wenn Sie diese Übungen für den Po regelmäßig ausführen, straffen Sie das Bindegewebe und bauen gleichzeitig Fettzellen ab – perfekt also, um die Ursachen von Cellulite im Keim zu ersticken.

  • Professionelle Massagen
    Sie regen die Durchblutung an und sind eine tolle Ergänzung zu Sport und ausgewogener Ernährung

  • Peelings
    Peelen Sie Ihre Beine regelmäßig mit einem selbstgemachten Kaffeesatz-Peeling (Kaffeesatz mit 1 EL Olivenöl verrühren und nach dem Duschen wie ein Peeling auf die Haut auftragen, sanft einmassieren und abspülen). Ein Körperpeeling hilft zum einen abgestorbene Hautschüppchen abzutragen, zum anderen regt es die Durchblutung in den Beinen an, was das Bindegewebe stärkt und strafft.

Wie entsteht Orangenhaut?

Im Fachjargon spricht man bei Cellulite auch von Orangenhaut. Es gibt verschiedene Faktoren, die die Entstehung von Orangenhaut fördern – darunter erbliche Veranlagung, zu viel Stress, Rauchen, Schwangerschaften sowie das weibliche Hormon Östrogen, das den Körper dazu veranlasst vermehrt Fettzellen in Po und Oberschenkel zu horten.

Ein weiterer Grund: schwaches Bindegewebe. Warum? Die Bindegewebsfasern in der Unterhaut von Frauen sind anders angeordnet als bei Männern. Während die männlichen Fasern wie ein Netz aufgebaut sind, das der Haut eine hohe Stabilität verleiht, verlaufen die weiblichen Bindegewebsfasern parallel. Das Ergebnis: Das Bindegewebe weicht mit der Zeit zur Seite und lässt das Unterhautfett durch – es entstehen die verhassten Dellen.

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