2019 M02 1 - 12:07 Uhr

Hormone bestimmen die Fettverbrennung

Frauen nehmen anders ab als Männer: Ihre Sexualhormone sind schuld an einer langsameren Fettverbrennung. Deutschlands erfolgreichster Diät-Guru Dr. Detlef Pape geht in seinem Buch "Die Hormonformel" speziell auf dieses weibliche Problem ein. Laut Pape gibt es drei Hormon-Typen unter Frauen - und jede muss mit der Hormondiät anders abnehmen. Wie funktioniert das?

Abnehmen mit der Hormonformel

Hormone steuern unsere Körperfunktionen auf vielfältige Weise. Sie regeln unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, bestimmen, ob wir hungrig oder satt sind und sorgen maßgeblich dafür, dass wir Lust haben, uns fortzupflanzen. Aber auch die Fettverbrennung hängt bei einer Frau davon ab, durch welches Sexualhormon sie geprägt ist. Erfahren Sie hier, welche Hormon-Typen es gibt und welchen Einfluss das auf Ihre Ernährung hat.

Hormon-Typ 1: Die Östrogen-geprägte Frau

Der Stoffwechsel von Östrogen-geprägten Frauen ist besonders auf die Verbrennung von Kohlenhydraten ausgelegt. Tierisches Eiweiß und Fette setzen jedoch schnell an. Daher sollten sich Östrogen-geprägte Frauen kohlenhydratreich und fettarm ernähren. Das heißt: viel Obst, Gemüse und Getreideprodukte (Reis, Nudeln, dunkles Brot), aber nur gelegentlich Fleisch oder fettreiche Kost.

Kohlenhydrate werden vor allen Dingen in Wärme umgewandelt - und zwar durch Muskeltätigkeit. Daher sollte dieser Hormon-Typ bei sportlicher Betätigung vor allem mittelstarke und ausdauernde Kraftübungen machen. Bauch-Beine-Po-Kurse im Fitness-Studio sind ideal!

Hormon-Typ 2: Die Gestagen-geprägte Frau

Die Gestagen-geprägte Frau verfügt über einen eher sparsamen Stoffwechsel und benötigt nur wenig Energie. Dieser Hormon-Typ ist vor allem an ausdauernde Bewegung und Schnellkraft angepasst. Es gilt: Vorsicht bei Kohlenhydraten! Denn die sorgen beim Gestagen-Typ für eine erhöhte Insulin-Ausschüttung, was zu einer schnelleren Einlagerung von Fett führt.

Hormon-Typ 3: Die Testosteron-geprägte Frau

Die Testosteron-geprägte Frau ist sozusagen der Urtyp unter den Hormon-Typen. Als Ahnin der Jäger und Sammler ist ihr Stoffwechsel vor allem darauf ausgelegt, Energie aus tierischem Eiweiß zu gewinnen. Kohlenhydrate hingegen werden relativ schnell in (Bauch-)Fett umgewandelt. Die Testosteron-Frau wird daher vor allem durch wenig Bewegung und kohlenhydratreiche Kost (dazu gehören auch Obst, Gemüse und Fruchtsäfte) dick.

Wo haben die Hormon-Typen ihren Ursprung?

Die Ursache liegt in der Entwicklung des Menschen vom Jäger und Sammler zum sesshaften Ackerbauern. Erstere waren viel unterwegs, oft auf kilometerlangen Tagesmärschen. Ihr Stoffwechsel war vor allem darauf eingestellt, Energie aus tierischem Eiweiß zu gewinnen. An das Landleben musste sich der Mensch erst gewöhnen. Mit dem Anbau von Reis und Kartoffeln sowie Obst und Gemüse kamen zunehmend mehr Kohlenhydrate auf den Speiseplan. Dafür musste im Verhältnis weniger tierisches Eiweiß umgesetzt werden.

Während das männliche Hormon Testosteron für den Jäger und Sammler von großer Bedeutung war (es verleiht Kraft und Ausdauer), bestimmten beim sesshaften Typus die Hormone Gestagen und Östrogen den Stoffwechsel.