Neue Studie aus Australien

Ein wahres Wundermittel: Bienengift hilft bei Brustkrebs

Australische Forscher sicher: Bienengift kann bei Brustkrebs helfen.
© dpa, Fabian Sommer, gfh som mut bwe

02. September 2020 - 15:27 Uhr

Nicht nur ihr Honig ist gesund

Bienen scheinen wahre Wundertierchen zu sein: Ihr Honig zum Beispiel ist sehr gesund und enthält viele Antioxidantien, die sich positiv auf unseren Blutdruck auswirken können. Doch die Tierchen können noch mehr als bloß gesunden Honig produzieren. Australische Mediziner haben herausgefunden, dass Bienen sogar Brustkrebs heilen könnten.

Ein Wirkstoff besonders im Fokus

Die Forschenden der Universität in Perth testeten mit dem Bienengift, wie sich dieses auf die Krebszellen auswirkt. Ziel der Forschung sei es gewesen, die krebsbekämpfenden Eigenschaften des Gifts an verschiedenen Burstkrebszellen zu untersuchen, sagt Studienleiterin Ciara Duffy. Im Fokus stand dabei der Stoff Melittin. Dieser ist in jedem Bienengift enthalten, sagt die Medizinerin.

Verblüffende Ergebnisse

Dieses Melittin wirkte sich dabei positiv auf verschiedene Subtypen von Brustkrebs aus, einschließlich des dreifach-negativen Brustkrebses, der nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten bietet: "Wir stellten fest, dass sowohl Honigbienengift als auch Melittin die Lebensfähigkeit von dreifach-negativem Brustkrebs und HER2-angereicherten Brustkrebszellen signifikant, selektiv und schnell verringerten. Das Gift war extrem stark", erklärt Dr.Duffy die positiven Testergebnisse. Dabei funktioniere Melittin so, dass es den Signalweg in Brustkrebszellen moduliert, in dem es die Aktivierung des Rezeptors unterdrücke, heißt es in dem im Magazin Nature Precision Oncology, in dem die Studie veröffentlicht wurde. Das Gift von Hummeln erzielte übrigens keinerlei Wirkung.

Bienengift tötet Krebszellen

Laut den Forschenden sei das Bienengift eine echte Wunderwaffe. Denn durch das Melittin sei es in der Lage einen hundertprozentigen Krebszelltod zu bewirken. Gesunde Zellen würden dabei nicht angegriffen oder geschädigt. Derzeit werde außerdem erforscht, ob Melittin in der Krebstherapie bei Burstkrebspatienten abgewendet werden kann. Die jetzt gemachten Erkenntnisse sind daher wegweisend für Folgeforschungen.

Wie erkenne ich Brustkrebs?

Durch Abtasten erkennt man Brustkrebs
Regelmäßiges Abtasten der Brust, hilft bei der Erkennung von Brustkrebs.
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Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland.Daher ist es wichtig, Symptome früh zu erkennen und schnell zu handeln.Tasten Sie daher regelmäßig ihre Brust ab. Da nicht in jeder Position Knoten fühlbar sind, sollten Sie den Fühltest sowohl im Sitzen als auch im Liegen und im Stehen machen. Weitere Hinweise auf Brustkrebs könnten auch Rötungen, eingezogene Brustwarzen oder einseitig auftretende Absonderungen aus der Brust sein. Was Sie im Falle einer Erkrankung tun sollten und welche Therapie-Methoden es gibt, haben wir hier für Sie zusammengefasst.