Melanie McGuire sitzt seit 13 Jahren im Knast

Ehemann zerstückelt und in See geworfen: Ist die "Koffermörderin" doch unschuldig?

23. Oktober 2020 - 19:12 Uhr

Beziehungstat wurde nie bewiesen

Der Mord an ihrem Ehemann brachte ihr den Namen "Koffermörderin" ein: Melanie McGuire soll ihren Ehemann getötet, zerstückelt und dann in drei Reisekoffern in einen See geworfen haben. Seit 13 Jahren sitzt die Krankenschwester aus New Jersey (USA) dafür im Gefängnis. In einem neuen Interview mit der 47-Jährigen behauptet sie, unschuldig zu sein. Mehr dazu in unserem Video.

Fischer findet die Leiche von Bill McGuire in drei Koffern

Ein Fischer und sein Sohn finden die Leiche von Bill McGuire 2004 in einem Fluss. Zuerst wird ein mysteriöser Koffer angespült. Dann folgen zwei weitere: Sie enthalten den Torso und den Kopf. McGuire wurde erschossen, wie Gerichtsmediziner an der stark verwesten Leiche feststellen.

Ehefrau macht sich verdächtig

Obwohl Melanie McGuire wochenlang nichts von ihrem Ehemann hört, meldet sie ihn nicht als vermisst. Das macht sie verdächtig. Wie auch die Tatsache, dass die Krankenschwester nicht fragt, wie ihr Mann starb, als sie von seinem Tod erfährt. Kurz vor seinem Tod kauft sie außerem eine Pistole – eine derselben Art, mit der ihr Ehemann später erschossen wurde. Viele Indizien sprechen gegen Melanie – doch einen handfesten Beweis gibt es nicht. 

2007 zu lebenslanger Haft verurteilt

2007 wird sie schließlich trotzdem wegen Mordes an ihrem Mann Bill zu lebenslanger Haft verurteilt. Zu Unrecht? Auch zwei US-amerikanische Juristinnen haben sich in einem Podcast erneut mit dem Fall beschäftigt – und verstärken den Verdacht, dass Melanie unschuldig sein könnte.