Experte klärt auf, ob Covid die Erektion beinflusst

Iron-Maiden-Frontman: "Covid-19 lässt den Schwanz schrumpeln"

Sänger Bruce Dickinson beim Rockavaria-Konzert 2018 in München. Foto: Peter Kneffel/dpa
Sänger Bruce Dickinson beim Rockavaria-Konzert 2018 in München. Foto: Peter Kneffel/dpa
© deutsche presse agentur

09. September 2021 - 19:53 Uhr

Ohne Impfung in "ernsthaften Schwierigkeiten"

Iron Maiden-Frontmann Bruce Dickinson infizierte sich im August mit dem Coronavirus, obwohl er zweifach geimpft ist. Er habe sich "ein bisschen groggy" gefühlt und dann einen Test gemacht, erzählte er laut "New Musical Express" dem New Yorker Radiosender "Sirius XM". Doch ist er überzeugt, dass er ohne Impfung in "ernsthafte Schwierigkeiten" geraten wäre. Dickinson hatte seine Impfung im Mai - er hatte also eine sogenannte Durchbruchsinfektion. Seine Fans ruft er trotzdem zur Impfung auf!

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Nach 10 Tagen war er wieder gesund

Covid-19-Infektion trotz Impfung: In der Medizin spricht man von Durchbruchsinfektion. Die hat Dickinson eigenen Angaben nach innerhalb von 10 Tagen überwunden. Trotz Impfung eine heftige Angelegenheit: "Ich brauchte etwa eine Woche, um meinen Geruchssinn wiederzuerlangen und mich wieder normal zu fühlen - mit Energie und so", erzählt der Sänger, bei dem im 2014 Zungenkrebs diagnostiziert worden war.

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Dem Sender sagte er weiter: "Ich würde mich wirklich vor Leuten hüten, die sagen: 'Oh, das ist nur eine Grippe'. Nein, das ist es nicht. Und ich kenne eine Menge Leute, die nicht geimpft wurden - nicht, weil sie nicht wollten, sondern weil sie zu jung waren, um sich impfen zu lassen. Wissen Sie, 22-, 23-, 24-Jährige, die danach sechs bis acht Wochen lang nicht aus dem Bett kamen - sie waren wirklich krank, und zwar ständig."

"Dann hast du eine Welt voller Schmerzen vor dir!"

Dickinson forderte seine Fans auf: Lasst euch impfen! Mit der Begründung: "Wenn ihr krank werdet, dann werdet ihr nicht so heftig krank. Es wird nur wie ein leichter Fall von Grippe sein." Und weiter: "Es gibt einen wirklich guten Grund, sich impfen zu lassen, denn Covid-19 lässt deinen Pimmel schrumpfen. Weil sich die Blutgefäße wirklich entzünden können, sodass sie verstopfen und die Extremitäten nicht genug Blut bekommen, und offensichtlich gibt es eine Extremität, die uns Männern am Herzen liegt, und wenn die nicht genug Blut bekommt, dann, Junge, hast du eine Welt voller Schmerzen vor dir."

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Macht Covid-19 unfruchtbar?

Tatsächlich gibt es verschiedene Wege, auf denen Sars-CoV-2 die Erektion beeinträchtigen kann, weiß Wissenschaftsjournalist Lars Fischer. Testosteronmangel, Störung der Blutgerinnung, Fehlregulation von Zellrezeptoren, Infektion des Blutgefäßepithels sowie psychische und sensorische Folgen der Krankheit sind dafür ausschlaggebend, wie Fischer bei Twitter erläutert. Ob aber Covid-19 auch tatsächlich unfruchtbar machen kann und wie oft das passiere, könne man anhand der vorhandenen Daten einfach noch nicht seriös beantworten, so Fischer im Blog von "Spektrum der Wissenschaft".

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