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Dschungelcamp 2022: Kann man mit der Dschungel-Diät langfristig abnehmen? Mediziner ordnet ein!

Mediziner ordnet ein

Bei den Stars purzeln mal wieder die Pfunde: Kann man mit der Dschungeldiät langfristig abnehmen?

Die diesjährigen "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!-Kandidaten Tina Ruland und Manuel Flickinger genießen das Camp-Essen.
Die diesjährigen "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!-Kandidaten Tina Ruland und Manuel Flickinger genießen das Camp-Essen.
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von Vera Dünnwald

70 Gramm Reis und 70 Gramm Bohnen – Tag ein, Tag aus. Waren die Stars bei der Dschungelprüfung erfolgreich, gibt es ab und zu ein bisschen Gemüse oder auch schon mal ein Stück Fleisch. Dass im Dschungel kein 5-Sterne-Essen kredenzt wird, ist seit Jahren bekannt. Die „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ -Kandidaten sind von ihrem Essensalltag – verständlicherweise – alles andere als begeistert.

Das einfältige und wenige Essen zeigt sich natürlich auch auf der Waage. Die Camp-Bewohner schreiten nach ihrer Zeit mit deutlich weniger auf den Rippen Richtung Hotel-Buffet. Da stellt sich doch die Frage: Kann man also wirklich abnehmen mit der Dschungeldiät? Wir haben bei Allgemeinmediziner Dr. Christoph Specht nachgefragt.

Jeden Tag Reis und Bohnen und ein paar Goodies: Im Dschungelcamp nimmt man ganz schön ab

Die diesjährige Kandidatin Tina Ruland musste an Tag 11 das Camp verlassen. Auch für die 55-jährige Schauspielerin war die Zeit im Dschungel kein Zuckerschlecken, so ist sie doch das ein oder andere Mal mit Mit-Camperin Anouschka Renzi (57) aneinander geraten. Der Blick auf die Waage hat Ruland in jedem Fall überrascht: Stolze vier Kilo hat sie während ihrer Zeit bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ verloren.

Bei ihrer Verbündeten Linda Nobat, die das launische Miteinander im Busch einen Tag später verlassen hat, sind es sogar noch zwei Kilo mehr: Die Camp-Zicke bringt insgesamt 6 Kilo weniger auf die Waage.

Das müssen wir nachmachen – oder lieber doch nicht? Ohne Dschungelprüfungen, Stress mit den Mitmenschen und dem Schlafen in der ungemütlichen Hängematte könnte man doch auch gemütlich vom Sofa aus auf Chips, Schokolade und Co. verzichten und sich mit dem abgespeckten Essen der Dschungel-Bewohner anfreunden. Tschüss überschüssige Pfunde, hallo Reis und Bohnen! Solange man am Ende nicht noch mehr auf den Rippen haben will, rät der Allgemeinmediziner und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht jedoch davon ab.

Auch wenn es nach erfolgreicher Dschungelprüfung Gemüse und Co. gibt - große Portionen bekommen die Dschungel-Bewohner nicht zu essen.
Auch wenn es nach erfolgreicher Dschungelprüfung Gemüse und Co. gibt - große Portionen bekommen die Dschungel-Bewohner nicht zu essen.
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Dschungeldiät: Dr. Specht warnt vor Jojo-Falle

RTL-Medizinexperte Dr. Specht
RTL-Medizinexperte Dr. Specht rät von der Dschungeldiät ab.
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Mist, so leicht ist es also doch nicht! Dr. Specht erklärt gegenüber RTL: „Reis und Bohnen haben zwar komplexe Kohlenhydrate, sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamine – erweisen sich auf Dauer aber als eine zu einseitige Ernährung.“ Generell sei das, was die Dschungel-Stars zu sich nehmen zu wenig, es fehle der Ausgleich. „Für diesen kurzen Zeitraum ist das unproblematisch, wenn die Leute gesund sind. Aber als Diät auf Dauer ist das nicht empfehlenswert.“

Eine Diät à la „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ „bringt zwar akutes Gewicht runter, aber um es danach auch langfristig halten zu können, müsste man nicht damit weiter machen, sondern mit einer ausgewogenen Ernährung. Auch die müsste man dann beibehalten.“ Was sonst folgt? Der verhasste Jojo-Effekt.

Zudem darf man nicht vergessen: Ein beachtlicher Teil der verlorenen Kilos besteht aus Wasser. Und beim Abnehmen geht es ja hauptsächlich darum, Fett zu verlieren. Somit ist die Dschungeldiät „völlig kontraproduktiv“, es wäre besser, seine Ernährung umzustellen, sagt Dr. Specht.

Lese-Tipp: Unser Experte Dr. Specht fordert Schnitzel für die Camper

Der Mediziner betont, dass wir Menschen dazu neigen, in kürzester Zeit die schnellsten Erfolgserlebnisse haben wollen: „Man will in kürzester Zeit all das, was man in den vorherigen Jahren versäumt hat, auf einmal nachholen. Der Körper ist aber nicht auf kurzfristige Veränderungen ausgelegt. Je kurzfristiger sie sind, desto kurzfristiger bleiben sie auch.“ Langfristig zu denken sei also das A und O.

Sie können sich also gerne an die Dschungeldiät wagen, um echtes IBES-Feeling aufkommen zu lassen – doch große Hoffnungen auf eine hohe Gewichtsreduktion sollten sie nicht hegen.

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