Ihr Mann wollte den Notarzt nicht rufen

Gayla (29) bringt ihr Baby auf der Autobahn zur Welt

Gayla Thompson bekam ihr Baby auf der Autobahn.
Gayla Thompson bekam ihr Baby auf der Autobahn.
© Jam Press/Gayla Thompson

22. Juni 2021 - 10:22 Uhr

Plötzlich geht alles ganz schnell

Zwei Tage lang hat Gayla Thompson aus dem US-Staat Tennessee Wehen - ohne es zu bemerken. Doch plötzlich werden ihre Wehen um einiges stärker. Als die 29-Jährige begreift, was los ist, bittet sie ihren Mann Ryan, sie ins Krankenhaus zu fahren. Zunächst bringen sie ihren gemeinsamen Sohn Conor (5) zu Freunden, dann geht alles ganz schnell. Auf dem Weg zum Krankenhaus - mitten auf der Autobahn - beginnen Gaylas Presswehen. Trotzdem weigert sich ihr Mann, den Notarzt zu rufen.

Vater Ryan weigert sich, den Notarzt zu rufen

Nur zwanzig Minuten soll der Weg bis zum Krankenhaus dauern - und Papa Ryan ist optimistisch, dass er und seine schwangere Frau es noch dahin schaffen werden. Also ignoriert er ihre Bitte, den Krankenwagen zu rufen. "Ich hatte zu große Schmerzen, um Ryan anzuschreien", erzählt Gayla der Nachrichtenagentur "Jam Press". "Also sagte ich ihm wieder und wieder im ruhigen Ton, dass er auf dem Mittelstreifen und mit Warnblinker schneller fahren oder den Notruf verständigen sollte." Ryan entscheidet sich für die erste Option. "Er wollte den Notruf nicht wählen, weil er dachte, dass wir es noch schaffen und wir damit nur deren Zeit verschwenden", erzählt Gayla weiter.

Eine folgenschwere Fehleinschätzung.

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Die Nabelschnur hat sich um den Hals des Babys gewickelt

Tatsächlich sind Gaylas Wehen schon so weit vorangeschritten, dass bei der US-Amerikanerin noch auf der Autobahn die Presswehen beginnen. "Ich schrie während jeder Wehe und dann hatte ich plötzlich zu viel Schmerzen, als dass ich noch schreien konnte. Ich wurde vollkommen still - und das war ein Zeichen meines Körpers, dass das Baby jetzt sofort auf die Welt kommen wollte", erinnert sich Mama Gayla. Doch auch zu diesem Zeitpunkt hält Ryan den Wagen noch nicht an. Stattdessen will er warten, bis der Kopf des Kindes "vollständig herausgekommen" ist. Doch der Kopf des Jungen kommt zunächst nicht.

"Wir waren sehr besorgt, weil sein Kopf volle zwei Minuten vor meiner nächsten Presswehe feststeckte", so Gayla weiter. Als der kleine Mann endlich auf der Welt ist, weint er nicht. Die Nabelschnur hat sich um den Hals des Babys gewickelt, seine Haut ist bläulich verfärbt, seine Arme und Beine hängen schlapp am Körper herab. "Wir sind ein bisschen ausgeflippt, aber dann haben wir es geschafft, dass er ein wenig weinte", so Gayla.

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Mama Gayla Thompson und Baby Carson
Trotz dramatischer Geburt: Mama Gayla Thompson und Baby Carson sind wohlauf.
© Jam Press/Gayla Thompson

Happy End für Mama und Baby

Zehn Minuten später trifft der Krankenwagen am Ort des Geschehens ein und bringt Mama Gayla und Baby Carson ins Krankenhaus. Und obwohl Gayla viel Blut verloren hat, können die Ärzte bald grünes Licht geben: Mama und Baby sind, trotz der dramatischen Geburt, gesund und munter. (dhe)

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