Flächendeckender Service erst ab Ende Juni

Digitaler Impfpass: "Bitte nicht alle gleichzeitig zum Arzt oder zur Apotheke!"

Digitaler Impfpass
Digitaler Impfpass
© dpa, Soeren Stache, soe axs

14. Juni 2021 - 15:37 Uhr

Zum Start erst einmal nur wenige Anlaufstellen

Ab heute, 14. Juni, gibt es den neuen digitalen Impfpass in Apotheken. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) präsentierte in einer Pressekonferenz vergangenen Donnerstag die Details dazu, appellierte aber gleichzeitig an die Bevölkerung, nicht sofort am Montag Arztpraxen und Apotheken aufzusuchen, um den Digital-Pass Nachweis zu bekommen. Der Grund: Zum Start gibt es erst einmal nur wenige Anlaufstellen, erst Ende Juni soll der Nachweis flächendeckend verfügbar sein.

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Drei unterschiedliche Lösungen stehen bereit

Die neue App "CovPass" vom Robert-Koch-Institut kann seit Ende vergangener Woche aus allen App-Stores heruntergeladen und installiert werden. Mit diesem digitalen Impfpass sollen Nutzer dann leichter und vor allem fälschungssicher nachweisen können, dass sie bereits ausreichend gegen Corona geimpft sind. Das soll vor allem das Verreisen innerhalb von Europa vereinfachen. Außerdem kann der digitale Impfpass auch in der offiziellen Corona-Warn-App und ab kommenden Mittwoch in der Luca-App angezeigt werden. Damit stehen drei unterschiedliche Lösungen zur Verfügung.

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Bitte nicht am Montag alle gleichzeitig zum Arzt oder zur Apotheke

Trotzdem bitten neben Gesundheitsminister Spahn viele Ärzte- und Apothekerverbände: Bitte nicht am Montag alle gleichzeitig in die Apotheken und zum Hausarzt kommen. Denn wie viele Apotheken an der Ausstellung von digitalen Impfpässen von Anfang an mitwirken, ist bislang noch nicht abzuschätzen. "Für die Apotheken ist das Erstellen von digitalen Impfzertifikaten eine erneute Herausforderung", sagte zum Beispiel der Geschäftsführer des Landesapothekerverbandes Rheinland-Pfalz, Peter Schreiber. Gewissermaßen aus dem Stand heraus, ohne nennenswerte Vorlaufzeit, seien die Apotheken gefragt, einen wichtigen Service anzubieten.

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Übergangslösung funktioniert noch nicht einwandfrei

Neben den Apotheken können auch Arztpraxen und Impfzentren den digitalen Nachweis bald ausstellen. "Wir werden nun Schritt für Schritt die Impfzentren befähigen, diese zu erzeugen", sagte CovPass-Projektmanager Ronald Fritz. In den Praxen werde es eine Übergangslösung geben. Allerdings funktioniert die offenbar bislang nicht einwandfrei, wie das Ärzteblatt berichtet. In naher Zukunft sollen die Nachweise dann direkt mit der zweiten Impfung ausgestellt werden. Eine nachträgliche Erzeugung ist aber auch in Praxen, Impfzentren und Apotheken möglich. Außerdem sollen die Impfzertifikate auch per Post versendet werden können.

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Hausärzte und Fachärzte erst Anfang Juli so richtig dabei

Niedergelassene Hausärzte und Fachärzte könnten digitale Impfzertifikate noch nicht ausstellen, außer, wenn sie in Modellvorhaben eingebunden seien, betonte dazu Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). "Noch sind die technischen Voraussetzungen und Klarheit über genaue technische Abläufe in den Praxen nicht gegeben. Für eine flächendeckende Anwendung wird das die Voraussetzung sein", bestätigte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Stephan Hofmeister. Auch in der Konferenz des Bundesgesundheitsministers hatte es geheißen, dass die Arztpraxen spätestens Anfang Juli angebunden sein sollen. (dpa/ija)

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