Tierrettung im Hochwasser-Gebiet

Die Arche Noah des Ahrtals

01. August 2021 - 21:16 Uhr

Im Video: Tierretterinnen über ihre Rettungsmission

Nicht nur die Menschen, auch viele Tiere haben bei der Jahrhundertflut in Deutschland sehr gelitten. Die Wassermassen haben Hunde, Katzen, aber auch Hühner oder Esel – hunderte von Tieren – von ihren Besitzern getrennt. Viele irren ohne Herrchen oder Frauchen durch das Katastrophengebiet. Doch einige Tierretter tun alles, um den obdachlosen Haustieren wieder zu einem zuhause zu verhelfen.

Tierretter suchen im zerstörten Ahrtal nach verwaisten Haustieren.
Seit mehr als zwei Wochen sind Stephanie Nießen und andere Retter im Ahrtal unermüdlich auf der Suche nach vermissten Haustieren.
© RTL

Tiere sind oft traumatisiert und in schlechter Verfassung

Seit mehr als zwei Wochen sind Stephanie Nießen und andere Retter untermündlich unterwegs. Ihre Suche führt sie durch die Trümmer mitten im Ahrtal (Rheinland-Pfalz). Egal ob einen Hahn oder zwei Nutria-Babys: Sie sammeln jedes Tier ein, das orientierungslos durch das Flutgebiet streift. Oft sind sie abgemagert und völlig verängstigt. "Deshalb ist für mich persönlich wichtig, diese Tiere zu finden – sofern sie noch leben einzusammeln und den Tierbesitzern zurückgeben zu können oder ihnen mitteilen zu könne, was überhaupt geschehen ist", erklärt uns die Tierretterin.

Dieses Schicksal teilen derzeit viele Tierbesitzer in den Flutgebieten. Viele vermissen ihre Lieblinge auch noch gänzlich. Für Helfer wie Stephanie Nießen ist deshalb klar, dass sie auch in den nächsten Tagen weitersuchen werden.

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Lese-Tipp: "Wir haben noch versucht unsere Tiere zu retten, aber hatten keine Chance" – Wie die Besitzer eines Steichelzoos in Erftstadt-Bliesheim mit dem Verlust ihrer geliebten Tiere umgehen.

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